Spartanisches Desktop-Computing

Spartanisches Desktop-Computing

2. April 2011 - Unternehmen können durch Desktop-Virtualisierung und sogenannte Zero Clients heute massive Kosteneinsparungen bezüglich Stromverbrauch und Administration erzielen.
Artikel erschienen in IT Magazine 2011/04
Hubert Langenstein, IT-Verantwortlicher am Fachbereich Elektro- und Informationstechnik der Hochschule Darmstadt, hat es ausgerechnet: Seit 2008 lässt er am Lernzentrum der Hochschule sowie in Laboren, Seminar- und öffentlichen Räumen herkömmliche PCs durch so genannte Zero Clients ersetzen. Durch die schlanken Endgeräte spart die Hochschule heute allein im Lernzentrum bis zu 95 Prozent der Energiekosten – ein Green-IT-Projekt, wie es im Buche steht.
Ähnliche Erfahrungen hat die Ausgleichskasse des Kantons Genf (CCGC) gemacht. Nach der Virtualisierung der gesamten Server-Landschaft begann ihre IT-Abteilung Anfang 2010 damit, auch die Arbeitsplätze der CCGC-Angestellten vollständig zu virtualisieren. In der ersten Jahreshälfte wurden von den geplanten 100 PCs bereits 50 durch Zero Clients abgelöst, 100 weitere sind für 2011 geplant. Dass die Geräte so sparsam sind – sie verbrauchen weniger als drei Watt – passt laut CCGC ideal zur intern verfolgten Green-IT-Strategie.

Schritt für Schritt zurück zur Zentralisierung

Mit ihrer Entscheidung für Zero Clients am Arbeitsplatz setzen die Hochschule Darmstadt, CCGC und andere Unternehmen auf eines der derzeit fortschrittlichsten Konzepte im Bereich Desktop-Virtualisierung. Aber der Reihe nach. Schon seit rund 20 Jahren entwickelt sich die IT wieder in Richtung Zentralisierung. Mit dem Server Based Computing (SBC) knüpfte man zunächst an das Mainframe-Konzept der 60er- bis 80er-Jahre an, bei dem einfache Terminals an einen Grossrechner, den Host, angeschlossen waren, der die komplette Datenverarbeitung übernahm.
Da sich die Bildschirmausgabe über die Protokolle RDP oder ICA bewerkstelligen liess, wurden beim SBC PCs langsam überflüssig, denn Thin Clients mit Windows CE, Windows XP Embedded, Linux oder speziellen Betriebssystemen konnten die gleiche Arbeit mit weitaus geringerem Energieverbrauch leisten. Als dies erfolgreich lief, kamen bald auch Wünsche nach speziellem USB-Support, Multimedia und höherer Bildschirmauflösung. So wurde viel an den Clients um die Protokolle RDP und ICA herum weiterentwickelt.
Zero Clients wie dieser hier verfügen weder über CPU, Speicher noch Software und sind damit im Vergleich zu herkömmlichen PCs deutlich energieeffizienter.

 
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