Server und Clients specken ab

Server und Clients specken ab

2. April 2011 - Obwohl Computer immer energieeffizienter werden, steigt ihr Verbrauch insgesamt an. Ein konsequentes Einsparen von «verlorenem» Verbrauch ist deshalb Pflicht.
Artikel erschienen in IT Magazine 2011/04
Umweltschutz und Energiesparen sind die Gebote der Stunde. Gerade die Ereignisse in Japan führen drastisch vor, dass heute Energie nicht unendlich, sauber und gefahrenfrei zur Verfügung steht. Es gibt grosse Fortschritte bei der Produktion erneuerbarer Energien und weitere Energieträger, wie zum Beispiel Methanhydrid, drängen stärker in den Vordergrund. Trotzdem lässt sich eine Stromlücke, insbesondere in der Schweiz, nicht ausschliessen. Gleichzeitig wird das Bewusstsein der Menschen für die Bedeutung des «ökologischen Fussabdrucks», also beispielsweise den Verbrauchs eines Geräts über seinen ganzen Lebenszyklus hinweg, immer grösser.
In der Schweiz wurden im Jahr 2009 laut einer Studie des Bundesamtes für Energie immerhin 4,8 Prozent des Gesamtenergieverbrauchs für Informations- und Kommunikationstechnologien (inkl. Unterhaltungselektronik) aufgewendet. Nach einem Höchstwert in 2007 geht der Energieverbrauch derzeit insgesamt leicht zurück. Da man von einer steigenden Anzahl Geräte ausgehen kann, dürfte dies auch an der zunehmenden Energieeffizienz der einzelnen Devices, sowohl im privaten, als auch im Business-Umfeld, liegen. Dazu gehört auch die IT-Infrastruktur, an die man bei IT und Energiesparen nicht unbedingt zuerst denkt. Die Industrie tut also was, und sie tut das Richtige. Tut sie aber auch genug?

Einsparungen an vielen Orten möglich

In einer Studie hat das Beratungsunternehmen IDC untersucht, welche Teile der ICT-Infrastruktur welche Einsparmöglichkeiten bieten und was damit erreicht werden kann. Der «ICT Sustainability Index» kommt im Dezember 2009 zu dem Ergebnis, dass bis 2020 in den G20 Staaten bis zu 5,8 Milliarden Tonnen (GT) CO2 eingespart werden können. Untersucht wurden die Wirtschaftsbereiche Energiegewinnung und -verteilung, Transport, Logistik, Industrie und Bauwesen. In allen diesen Sektoren kann der Einsatz von State-of-the-Art-ICT – sowohl Hardware- als auch Software-seitig – signifikant CO2 einsparen.
Neben allen Steuerfunktionen, die durch eine moderne IT übernommen werden können und wobei das Einsparpotential in der optimalen Abstimmung der Prozesse liegt, sind es aber die Computer selbst, die Energie und damit CO2 einsparen oder verbrauchen können. Das gilt für Rechenzentren genauso wie für Client-Geräte.
 
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