Synchronisation ohne Exchange

Synchronisation ohne Exchange

23. Februar 2010 - Der Verlag «Finanz und Wirtschaft» stand vor der Aufgabe, eine mobile Sync-Lösung zu finden, die mit iPhones funktioniert und sich mit Groupwise versteht.
Artikel erschienen in IT Magazine 2010/03
(Quelle: Vogel.de)

Günther Fehlmann, IT-Leiter beim Verlag «Finanz und Wirtschaft» in Zürich, befand sich vergangenes Jahr in einem Clinch. Die Mitarbeiter des Verlags wollten ihre Smartphones mit der PIM-Software (Personal Information Manager) synchronisieren. Als PIM steht beim Verlag jedoch Groupwise und nicht Exchange – mit dem die mobile Synchronisation mit praktisch jedem Endgerät möglich ist – im Einsatz. Und sie wollten dies vermehrt mit einem iPhone tun. Fehlmann: «Wir hatten mit Intellisync schon zuvor eine mobile Synchronisations-Lösung im Einsatz. Jedoch hat diese Lösung iPhones nie unterstützt und wurde von Nokia zum einen nicht mehr weiterentwickelt und zum anderen auch kaum mehr gepflegt.»


Also war der IT-Leiter gezwungen, eine neue Lösung zu suchen. Diese Lösung musste in der Lage sein, eine Groupwise-Umgebung mit einer gemischten Smartphone-Umgebung – die Verlagsmitarbeiter nutzen iPhones sowie Windows-Mobile- und Symbian-Geräte – zu synchronisieren. «Wir haben uns umgehört und recherchiert und sind dann auf die Lösung Notifylink gekommen. Diese wurde auch von einem Partner von uns empfohlen.» Und so habe man mit der Firma Ecfos (European Center for Operational Support), welche Notifylink in der Schweiz vertreibt, Kontakt aufgenommen und zwei Test-Accounts eingerichtet. «Wir wollten zuerst testen, ob die Lösung wirklich unseren Anforderungen entspricht, und haben auf einem iPhone und einem Nokia-Handy getestet», erklärt Fehlmann das Vorgehen.

(Quelle: Vogel.de)
Bei der gehosteten Variante von Notifylink erfolgt die komplette User-Verwaltung über den Browser. (Quelle: Vogel.de)
Mit Notifylink lassen sich auch Firmenpolicies durchsetzen. (Quelle: Vogel.de)
(Quelle: Vogel.de)


Gehostet statt gekauft

Offenbar scheint Fehlmann vom Probelauf überzeugt gewesen zu sein, denn nach ein paar Wochen des Testens hat man sich entschlossen, Notifylink zu implementieren. «Wir haben uns dabei für die gehostete Lösung entschieden. Dies zum einen, weil bei uns im Moment noch nicht wahnsinnig viele Mobilgeräte im Einsatz sind. Zum anderen haben Support-Überlegungen mit hineingespielt.»


Es hätte auch die Möglichkeit gegeben, die Software zu kaufen und bei sich im Haus einen Notifylink-Server aufzusetzen. «Bei Intellisync waren wir noch so vorgegangen. Doch es stellte sich die Frage, ob wir uns wirklich noch einmal mit einer Software auseinandersetzen wollen, welche wir dann doch nicht in die Tiefe kennen können. Und dies für vielleicht 10 oder 20 Smartphones.» Unter Umständen wäre dieses Vorgehen sogar etwas günstiger gekommen, analysiert Fehlmann. Vor allem aber stellte sich die Frage des Supports. Man hätte wieder eine Lösung mehr inhouse gehabt, in die man sich hätte einarbeiten müssen, um kompetent Support zu bieten, wiederholt Fehlmann.

Aktuell ist der Stand im Verlag so, dass zehn Mobilgeräte im Einsatz sind. Die Tendenz sei aber steigend, auch weil die Leute zur Nutzung einer solchen Lösung angehalten werden. Zuvor habe man die mobile Synchronisation gar nicht gross unter den Mitarbeitern angepriesen, weil die eingesetzten Lösungen dies oder jenes nicht konnten. Aktuell unterstützt werden Windows-Mobile-Geräte, iPhones und Nokia-Handys mit Mail for Exchange. «Weitere Plattformen wollen wir nicht, auch wieder aufgrund der Frage des Supports.»

 
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