Unfokussierte B2B-Messen haben ausgedient

Unfokussierte B2B-Messen haben ausgedient

18. Mai 2009 -
Artikel erschienen in IT Magazine 2009/06
Von Stefan Biedermann

Letzte Woche ging in Zürich die Orbit letztmals in der altbekannten Form über die Bühne. Nächstes Jahr soll alles anders werden: Aussteller wie Besucher werden mit einem rundum erneuerten Messekonzept konfrontiert, das im Rahmen der Orbit-Aussteller-Party von Messe-Chef Urs Ingold präsentiert wurde. Die bisherige 4-Tages-Veranstaltung wird auf zwei Tage verkürzt, dauert dafür aber rund um die Uhr. Auch der Brand Orbit soll verschwinden und weicht dem neuen Messenamen Community 36. Ein aus unserer Sicht ambitioniertes Vorhaben mit viel Erfolgspotential.

Wir wünschen den Veranstaltern, dass sich alle IT-Schwergewichte vom Community-36-Konzept überzeugen lassen, denn die Schweizer IT-Landschaft braucht eine starke Messe, in der alle wichtigen Player präsent sind und die vom Publikum wieder als Must-Event wahrgenommen wird.

Die 2009er Ausgabe konnte sich trotz weniger Aussteller und schwierigem wirtschaftlichem Umfeld erfreulich gut behaupten. Nicht nur, dass sich die Aussteller mit der Zahl der generierten Leads zufrieden zeigten, auch die begleitende Zoom-Days-Konferenz erwies sich als eigentlicher Publikumsmagnet. Den grössten Besucherzustrom erzielten einmal mehr die Seminare mit Fokus auf Web-Technologien und -Trends.

Um eine eigentliche Premiere handelt es sich beim täglich produzierten Orbit TV. Das Infoweek-Verlagshaus Vogel Business Media hat in Zusammenarbeit mit Canon, Dr. WA Günther Veranstaltungstechnik und Adobe während der gesamten Messe täglich zwei News-Sendungen produziert, die am Gemeinschaftsstand auf einem Riesenplasma-Schirm und parallel auf den Web-Seiten der Orbit wie auch von InfoWeek gezeigt wurden. Für die Infoweek-Redaktion hat sich das ambitionierte Vorhaben als äusserst wertvolle Gelegenheit erwiesen, um im Web-TV-Bereich Erfahrungen zu sammeln. Ausgestattet mit der Technologie und dem Know-how der Messepartner ist es dem Team gelungen, ansprechende TV-Sendungen auf die Beine zu stellen, die den Vergleich mit Lokal-TV-Produktionen nicht zu scheuen brauchen.

Dass die Produktionen bei unseren Site-Besuchern auf grosses Interesse stiessen, zeigen allein die beachtlichen Abrufzahlen der einzelnen News-Sendungen. Wer die Orbit nicht selbst besuchen konnte oder sich einen Eindruck vom Orbit-TV-Projekt verschaffen will, kann auch in den nächsten Wochen auf die insgesamt sieben Sendungen auf Infoweek online zugreifen.

Für die Infoweek-Redaktion ist das Projekt mit der Orbit übrigens noch nicht abgeschlossen; ganz im Gegenteil: Die Erfahrungen, die der Verlag mit dem Orbit-TV-Konzept sammeln konnte, werden noch im laufenden Jahr in weitere Web-TV-Projekte einfliessen.

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