Test Center – Kandao ­Meeting 360° Pro & Meeting Owl Pro USB 360°

Das überfällige Upgrade der Telefonspinne

Das überfällige Upgrade der Telefonspinne

Artikel erschienen in IT Magazine 2021/05

Auf die Plätze, ausgepackt

Beide Geräte fühlen sich einwandfrei und wertig an und werden mit den nötigen Kabeln und Quick Start Guides ausgeliefert. Das Kandao-System kommt zusätzlich mit einer Fernbedienung, einer Gummi-Kappe für den Schutz der Kamera sowie einem Stoffbeutel zur Aufbewahrung daher und schneidet damit in der Kategorie Lieferumfang einen Hauch besser ab.

Bei der Meeting Owl finden sich neben dem (etwas veralteten) Micro-USB-Port für die Verbindung zum Rechner lediglich ein Stecker für die Energieversorgung an den Aussenseiten. Das Konkurrenzprodukt wartet neben dem USB-C-Stromstecker mit einem Fächer an Anschlüssen auf: HDMI, Ethernet, USB-C Out (Screen) und USB-A (Maus und Keyboard). Weiter gibt es einen Micro-SD-Slot für das Speichern von Aufnahmen. Gemein ist beiden Geräten das ¼-Zoll-Gewinde für die Montage auf einem Stativ.

Die beiden Systeme unterscheiden sich nur leicht in der Grösse und nehmen auf dem Tisch etwa den Platz einer 1-Liter-Flasche in Anspruch. Äusserlich sind sie dennoch sehr verschieden: Die Kandao Meeting Pro kommt in elegantem Metallic-Grau daher und verfügt über zwei Kameras, die gegenüberliegend angeordnet sind. Das Design ist strikt und aufgeräumt. Die Meeting Owl Pro hingegen hat nur eine Kamera oben und ist deutlich spielerischer gestaltet: Das hellgraue Äussere aus Kunststoff und Textilien und die auffälligen Eulenaugen, die hinter der Stoffummantelung leuchten, machen das Gerät zu einem Hingucker. Was aber natürlich nur gut ist, wenn man diese Art von Humor respektive das verspielte Design auch mag.

Einrichtung: Kandao Meeting Pro

Die wahren Differenzen in der Konzeption der beiden Geräte lassen sich bei den Anschlüssen vermuten und werden spätestens beim Einrichten mehr als deutlich. Die Kandao Meeting Pro basiert auf der Idee, dass man für ein Meeting-System, abgesehen von einem Bildschirm oder Beamer, keine weitere Hardware benötigt, während die Meeting Owl eher als klassische Webcam mit einigen Spezialfunktionen zu sehen ist.

Da die Kandao Meeting Pro für den Einsatz ohne PC gedacht ist, kommt eine abgespeckte Android-10-Version zum Einsatz, mit der das Gerät gesteuert wird. Somit reicht es, eine HDMI-Verbindung zu einem Screen herzustellen und die Einrichtung geht sofort los. Falls der Screen die native 1080p-Auflösung, die vom Gerät kommt, nicht schlucken sollte, gibt es eine Tastenkombination am Gerät, um auf 720p umzustellen, was einwandfrei funktioniert. Etwas Kritik gibt’s für die Notwendigkeit zweier aufeinanderfolgender Firmware Updates, was nicht mehr ganz dem gewohnten Komfort gängiger Patch-Gepflogenheiten entspricht. Dafür ist der Rest der Einrichtung umso einfacher. Auf der vom Smartphone gewohnten Android-Oberfläche kann das Gerät mit einem WLAN verbunden, aufdatiert und mit der gewünschten Software ausgestattet werden. Verfügbar sind im App Store neben den Android-Versionen von Skype, Teams, Slack, Zoom und Webex noch einige hierzulande unbekanntere chinesische Lösungen. Damit ist die Kandao Meeting Pro bereit für den Einsatz. Als Kritikpunkt muss an dieser Stelle die etwas mühselige Bedienung mit der Fernbedienung genannt werden. Man merkt, dass das OS eigentlich für die Touch-Eingabe konzipiert wurde.

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