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Macbook Air auf Speed

Macbook Air auf Speed

5. Dezember 2020 - Auf Basis des Apple-eigenen SoC M1 wird das bisher eher schwachbrüstige Einstiegsmodell der Apple-Mobilrechnerpalette mit bereits für Apple Silicon optimierten M1-­nativen Apps zum Performance-Monster – und auch ältere x64-Anwendungen laufen schnell.
Artikel erschienen in IT Magazine 2020/12

…und in der Praxis

Die erstaunliche Leistungsfähigkeit des M1-Chips zeigt sich nicht nur in den standardisierten Benchmark-Tests, sondern auch im alltäglichen Umgang mit dem Notebook und im Einsatz mit leistungshungrigen Anwendungen. Apps starten generell sehr rasch – mit einer Ausnahme: Der erste Start von Anwendungen, die noch nicht für den M1 optimiert sind, also noch für die Intel-Architektur kompiliert wurden, kann einige Zeit dauern. So benötigte Word für den Erststart satte 20 Sekunden. Danach allerdings stellt man auch bei herkömmlichen Apps eine mehr als ordentliche Performance fest, wie sich auch aus den Benchmarks schliessen lässt – dies dank der in MacOS Big Sur integrierten Übersetzungstechnologie Rosetta 2. Die meiste neuere, aber noch Intel-basierte Mac-Software läuft zudem anstandslos, so etwa die aktuellen Versionen der Microsoft-Office-Apps oder das Fotobearbeitungsprogramm DxO Photolab 4. Nur bei einzelnen grafikorientierten Nischen-Apps wie Artmatic Designer mussten wir Fehler wie etwa Display-Probleme feststellen, die eine Nutzung unmöglich machten.

Software – optimiert und nicht optimiert

Windows können die M1-basierten Macs jedoch noch (fast) nicht. Weder steht Apples bisherige Dual-Boot-Option Bootcamp zur Verfügung, noch haben die Hersteller von gängiger Virtualisierungssoftware wie Parallels Desktop oder Vmware Fusion ihre Software bisher auf die neue Plattform ausgerichtet. Von Seiten Parallels verlautet, man arbeite aktiv an einer M1-fähigen Version. Und auch Vmware teilt mit, dass es eine M1-Version von Fusion geben wird. Konkrete Veröffentlichungstermine nennen indes beide Hersteller nicht.

M1-native Software zeichnet sich durchwegs durch äusserst flüssiges Arbeiten und schnelle Ergebnisse zum Beispiel bei der Anwendung von Filtern in der Bildbearbeitung aus. Affinity hat seine drei Programme Photo, Designer und Publisher – von manchen als «Adobe-Killer» bezeichnet – bereits in einer M1-fähigen Version veröffentlicht, die beeindruckt. So gestaltet sich das Hereinzoomen in ein extrem komplexes Dokument in Publisher butterweich, bis hin zu schwindelerregenden Vergrösserungsfaktoren von 120 Millionen Prozent und mehr. Adobe seinerseits will noch im Dezember eine M1-Version von Lightroom bringen, die weiteren Creative-­Cloud-Apps sollen Anfang 2021 folgen. Auch Microsoft arbeitet an M1-Versionen seiner Office-Apps.

Bereits vollständig für den M1 aufgerüstet sind alle Apple-eigenen Apps, von den Office-Anwendungen Pages, Numbers und Keynote bis zur Profi-Videobearbeitungssoftware Final Cut Pro. Mit diesem Programm konnten wir Apples Anspruch aus der Produktepräsentation bestätigen: Das Editieren, Skimmen und Abspielen von drei parallelen 4K-Videostreams geht ohne jedes Ruckeln vor sich, und der Export des Endresultats oder die Formatumwandlung, zum Beispiel von 16:9 in Vertikal, gehen sehr schnell über die Bühne.

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