Swiss Made Software: Swiss Hosting heisst Datensouveränität

Swiss Made Software: Swiss Hosting heisst Datensouveränität

26. August 2020 - DSGVO, Privacy Shield und Cloud Act: Wer hat hier noch den Durchblick? Das neue Label «Swiss Hosting» schafft Klarheit und garantiert, dass Daten die Schweiz nicht verlassen.
Artikel erschienen in IT Magazine 2020/09

Profit dank Datensaugen

Dass es zur Datenherausgabe erst einer Aufforderung bedarf, ist dabei zumindest zweifelhaft. Dokumente aus dem Snowden-Archiv zeigen bekanntlich, dass die amerikanischen Geheimdienste häufig gar nicht erst fragen.

Die Problematik hört aber auch hier nicht auf; Amazon zum Beispiel hostet die CIA-Cloud. Wo da der Staat aufhört und das Unternehmen anfängt, ist unklar. Wer da wem, wie Wettbewerbsvorteile verschafft, sollte zumindest hinterfragt werden. Ähnliches dürfte für die anderen FAANG gelten. Doch auch hier sind wir noch nicht am Ende der Fahnenstange angelangt. Denn die grossen Cloud-Anbieter verkaufen ja nicht nur Infrastruktur, sondern auch Dienstleistungen. Diese werden mitunter von erfolgreichen Drittangeboten inspiriert, die man abgekupfert hat. Das wird einfacher, da ja alle Daten über Verwendung und Performance via eigene Plattform direkt zugänglich sind und so für die eigene Entwicklung verwendet werden können. Mehr noch: Selbst bei einer expliziten Suche nach dem Drittdienst kann man prospektiven Kunden stattdessen als Erstes die eigene Alternative fett in die Suchergebnisse schreiben, am besten gleich noch mit einem satten Rabatt. Der Fall Elastic Search zeigt das.

Leider sind wir noch immer nicht am Ende. Die FAANG dominieren mit einem Anteil von 20 Prozent den amerikanischen Aktienmarkt. Dieses Volumen verdanken sie den grossen Margen, die sich eigentlich immer im zweistelligen Bereich bewegen. Diese rühren aber nur teilweise von den echten und aussergewöhnlichen Innovationsleistungen dieser Firmen. Denn der Treibstoff der Entwicklung sind schliesslich die Daten, die gratis aus allen möglichen Quellen abgesaugt werden.
Ob es die Chinesen anders halten, ist zumindest fraglich: Es geht schliesslich ums Geschäft und warum sollten die verschiedenen Firmen nicht versuchen, Geld zu verdienen? Am Ende ist es aber mehr als ein Geschäft, wie die einleitend geschilderten Fälle zeigen. Was, wenn Schweizer Unternehmen nur noch Geschäfte machen dürfen, die von den Amerikanern abgesegnet werden? Was, wenn diverse Cloud-Dienste einfach abgeschaltet werden? Was, wenn ich auf ganz persönlicher Ebene nicht dauernd alle meine Daten gratis ins Ausland liefern will?

Dann wird es schwierig! Denn die Abhängigkeit in der Digitalisierung schreitet voran. Dominant sind vor allem die USA und China. Manchmal könnte man sogar denken, die Sache wäre schon gelaufen. Denn für gewisse Applikationen kommt man kaum mehr um die Marktführer herum. Zum Glück aber eben nicht für alle. Es gibt Alternativen – lokale, Schweizer Alternativen. Das zeigt Swiss Made Software bereits seit zehn Jahren auf der Software-Seite. Hier gibt es Lösungen, bei denen man die Katze nicht im Sack kaufen muss. Mit Swiss Hosting will Swiss Made Software jetzt beim Thema Cloud-Infrastruktur nachlegen. Das neue Label hilft, die Spreu vom Weizen zu trennen. Das neue Label ist ein einfach verständliches Qualitätssiegel, das sowohl Geschäfts- wie Privatkunden zeigt, dass ihre Daten nicht das Land verlassen – weder direkt noch indirekt. Swiss Hosting demonstriert damit gleichzeitig ein Stück Souveränität – und auch, dass man einfach einmal anfangen kann, eine andere Welt zu denken.
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