Getestet: Google Pixel Buds 2

Getestet: Google Pixel Buds 2

13. August 2020 - Mit den Pixel Buds 2 wagt Google einen zweiten Anlauf in Sachen Bluetooth-Ohrhörer. Das Problem ist allerdings: Sie sind in der Schweiz nicht offiziell verfügbar. "Swiss IT Magazine" hat sie trotzdem getestet und eine Lösung für die Beschaffung gefunden.
Artikel erschienen in IT Magazine 2020/09

Klang & Komfort

Die Tonqualität ist ein wichtiger Aspekt der Pixel Buds. Die gute Nachricht: Sie klingen in Ordnung! Sie spielen zwar nicht in der gleichen Liga wie High-End-Ohrhörer, aber der Klang ist gut. Sie klingen sehr ähnlich wie Apples Airpods, vielleicht mit etwas weniger Fokus auf die tieferen Frequenzen. Pixel Buds sind aber sicher keine Ohrstöpsel, die man wegen der Tonqualität kaufen sollte. Viel wichtiger sind die intelligenten Funktionen und der bequeme Sitz. Zusammen mit der passablen Tonqualität bilden die Pixel Buds ein stimmiges Gesamtpaket.
Denn auch die Mikrofonqualität ist gut. Bei Anrufen wird die Stimme klar wiedergegeben, ohne dass Aussengeräusche sie übertönen. Hier kommt wohl die Erfahrung von Google im Bereich Machine Learning zum Einsatz – und das funktioniert ganz gut!

Allerdings klafft bei den Pixel Buds, bedingt durch das Design, eine kleine Lüftungsöffnung zwischen Höhrkanal und den Ohrhörern, durch die Aussengeräusche und Luft durchdringen können. Das hat seine Vorteile in Bezug auf den Komfort, wirkt sich aber negativ auf die Lärmunterdrückung aus. Es liegt in der Natur der Sache, dass Silikon-Ohrstöpsel eine passive Lärmunterdrückung mit sich bringen. Bei den Pixel Buds ist das zwar auch der Fall, wegen der Belüftung aber etwas weniger stark. So sind weiter entfernte Geräusche im Hintergrund zwar nicht hörbar, solche, die einem nahe sind, kann man dagegen noch hören. So nimmt man doch noch etwas von der Umgebung wahr. Letztlich ist es aber eine Frage des persönlichen Geschmacks: Wer sich ganz abschotten will, für den eigenen sich die Pixel Buds nicht. Wer aber In-Ear-Kopfhörer wie etwa Apples Airpods gewohnt ist und mag, der dürfte auch mit den Google-Ohrhörern zufrieden sein.

Pairing & Akku

Ein weiteres Highlight der Pixel Buds ist das Pairing. Wer ein aktuelles Android-Handy besitzt, erhält durch einfaches Öffnen des Gehäuses eine Benachrichtigung, auf die man tippen kann, um die Buds sofort mit dem Smartphone zu koppeln. Dies funktioniert auch ohne die Pixel-Buds-App, diese muss aber installiert werden, um die volle Funktionalität wie Firmware-Updates und Bedienelemente nutzen zu können.
Eine weitere intelligente Funktion der Pixel Buds ist der adaptive Sound. Laut Google soll es damit möglich sein, Umgebungsgeräusche zu erkennen, wodurch die Lautstärke der Buds entsprechend angepasst wird.

Bezüglich Akkulaufzeit spricht Google von rund fünf Stunden. Es liegt auf der Hand, dass viele Menschen ihre Ohrstöpsel länger als ein paar Stunden am Stück benutzen, sei es während der Arbeit, beim Telefonieren oder aus anderen Gründen. Im Test wurden die Pixel Buds etwas mehr als drei Stunden getragen. In dieser Zeit sank die Batterie auf etwa 45 Prozent. Das lässt darauf schliessen, dass sie bei etwas mehr als fünf Stunden Gebrauch den Geist aufgegeben hätten. Im Grunde genommen ist Googles Behauptung also richtig. Das Lade-Case erlaubt zudem, innerhalb von 10 Minuten eine weitere Stunde Strom für die Buds zu liefern.

Damit ist eigentlich das Wichtigste gesagt, abgesehen von einigen Eigenheiten der Pixel Buds, die man vielleicht so nicht erwartet. Zum einen gibt es keinen Equalizer. Man kann zwar die System-EQ-Einstellungen von Android verwenden, das führt aber zu seltsamen Lautstärkeproblemen.

Die grösste Eigenheit der Pixel Buds ist aber ein stetiges Rauschen von statischer Elektrizität. Google sagt offiziell, dass dies bei allen drahtlosen Ohrstöpseln normal sei. Bei den Pixel Buds ist es aber definitiv ausgeprägter. Befindet man sich in einem ruhigen Raum und es läuft keine Musik, hört man das Rauschen definitiv. Sobald die Musik einsetzt oder andere Hintergrundgeräusche vorhanden sind, kann man das Rauschen aber nicht mehr hören, wodurch es beim Gebrauch eigentlich auch nicht stört.

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