Single Function Printer: Zuverlässige Arbeitstiere

Single Function Printer: Zuverlässige Arbeitstiere

4. Juli 2020 - Auch wenn multifunktionale Farbdrucker für wenig Geld zu haben sind, gibt es Szenarien, wo ein monochromer Single Function Printer genau die richtige Wahl ist.
Artikel erschienen in IT Magazine 2020/07

Vier Spezifikationen – vier Antworten

Nicht alle Druckerspezifikationen sind so klar wie die Anzahl Seiten pro Minute. Wie haben bei den Herstellern vier Punkte angefragt, die uns auf der Redaktion nicht so ganz klar waren.

Relevanz der Auflösung: Bei Bilddaten ist gemäss den Herstellern augenfällig, mit welcher Auflösung gedruckt wurde. Bei reinen Textdokumenten lässt sich derweil kaum ein Unterschied feststellen, so das allgemeine Feedback. Es gibt aber auch Stimmen, die sagen, dass Schriften bei 1200 dpi schärfer und sauberer gedruckt werden. Dies sehe man spätestens beim direkten Vergleich eines Dokuments mit 600 x 600 und 1200 x 1200 dpi.

Arbeitsspeicher: Grundsätzlich gilt hier: Beim Ausdruck von komplexeren Seiten mit vielen Grafiken zahlt sich mehr Arbeitsspeicher aus. Die Dateien werden schneller verarbeitet. Dabei spielen aber noch andere Faktoren hinein, etwa die Leistungsfähigkeit des Treibers oder die verwendete Drucksprache. Wird beispielsweise mit Printer Control Language (PCL) gedruckt, werden die gedruckten Daten vom Drucker erstellt, was es dem PC zwar ermöglicht, den Druckauftrag schnell zu verarbeiten, aber auch bedeutet, dass das Resultat je nach Gerät unterschiedlich ausfallen kann. Postscript als weiteres Beispiel ist eine geräteunabhängige Druckersprache. Dies bedeutet, dass die Druckdatenverarbeitung auf dem PC abgeschlossen wird, bevor der Druckauftrag an den Drucker gesendet wird. Das schlägt auf die Effizienz, dafür ist die Ausgabe von Drucker zu Drucker konsistent.

CPU: Ähnlich wie beim Arbeitsspeicher beeinflusst auch die CPU die Geschwindigkeit der Daten­verarbeitung. Eine schnellere CPU macht dann Sinn, wenn komplexe Daten über den Speicher verarbeitet werden müssen. Wie beim Speicher entstehen durch die eingesetzte Druckerprogrammierung und die Hilfsprogramme weitere Abhängigkeiten. So besteht auch die Möglichkeit, dass bei zwei Druckern mit jeweils einer vergleichbaren CPU der Drucker mit der langsameren CPU rascher druckt als der andere.

Druckvolumen: Zu diesem Punkt erklärt etwa Ricoh, dass man von drei Informationen spricht, mit denen ein Kunde konfrontiert werden kann. Berechnetes Maximaldruckvolumen aufgrund des Produktlebenszyklus, das maximale monatliche Druckvolumen ohne technische Probleme (Stresstest) und das monatlich empfohlene Druckvolumen des Herstellers. «Diese Angaben unterliegen keiner Normierung und die Sicherheitsmargen zwischen diesen Volumen entsprechen der Nutzungserfahrung des Herstellers und sind teilweise rein auf Marketingüberlegungen begründet.» Auch von den übrigen Herstellern heisst es zu dem Thema, dass das empfohlene monatliche Volumen einem Durchschnittswert entspricht, welcher in einzelnen Monaten mit besonders hoher Auslastung temporär überschritten werden kann. Die erhebliche Überschreitung der Empfehlungen führe in der Regel aber zu einem massiven Anstieg von Störungen. Ob dies im Bezug auf Garantieleistungen relevant werden kann, muss im Einzelfall angeschaut werden respektive muss ein Schaden am Drucker nachweislich auf eine dauerhafte exzessive Nutzung zurückzuführen sein. (mw)
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