Test Center – Doitclever

Zwischen Jimdo und Wordpress

Zwischen Jimdo und Wordpress

6. Juni 2020 - Mit dem Online Creator legt die Schweizer Entwicklerfirma Doitclever nicht nur ein flexibles CMS der etwas anderen Art vor, sondern auch ein Partner-Ökosystem für Kunden, die ihren Webauftritt nicht komplett selbst bewältigen wollen.
Artikel erschienen in IT Magazine 2020/06

Module und Plug-ins

Einen ersten Augenschein von Doitclevers Online Creator kann sich jeder Interessent ohne Folgekosten verschaffen: Man registriert sich unter doitclever.ch und wählt die Free-Variante. Sie umfasst die Standard-Module und ist funktional via Plug-ins erweiterbar – allerdings sind die meisten Plug-ins in der Gratis-Variante nicht enthalten und müssen hinzugekauft werden.

Doch was sind Module, was sind Plug-ins? In der Terminologie von Doitclever decken die Module die Grundfunktionen des Erstellens und Betreibens einer Website ab. Dazu gehören etwa Definieren und Bearbeiten des Designs, Pflege der Inhalte, ein Testsystem mit Vorschau zur Prüfung der erstellten Seiten, ein File Manager zum Hochladen von Bildern, PDFs und so weiter sowie Backup, Statistik und FTP-Upload auf ein beliebiges Webhosting (Voraussetzung: PHP 7).

Das freie Hosting unterscheidet Doitclever denn auch von anderen Lösungen. Bei Wix und Jimdo etwa ist das Hosting zwingend mit dabei, und man hat keinen Zugriff auf die HTML- und CSS-Dateien und auch keinen FTP-Zugang. Es gibt aber auch bei Doitclever eine Option inklusive Hosting. Diese kostet 10 Franken mehr als die Plus-Variante, ist ansonsten aber identisch.

Plug-ins dagegen erweitern die Funktionalität der einzelnen Webseiten, lassen sich über Einstellungen konfigurieren und generieren HTML- und CSS-Code, der automatish an passender Stelle in die Webseiten eingefügt wird. Der Online-Store enthält aktuell 27 Plug-ins mit Funktionen wie Footer, Banner, Blog, Bild-Slider, Galerie, Form Builder oder Google Analytics.

Einige der Plug-ins sind gratis, die meisten jedoch mit einmaligen Kosten zwischen 20 und 200 Franken verbunden. Dies gilt allerdings nur für Abonnenten der Free- oder Basic-Variante des Online Creators. Wer die Plus- oder Pro-Variante bucht, kann alle Plug-ins ohne weitere Kosten nutzen. Und für Entwickler hält Doitclever ein Developer-Kit bereit, mit dem sich auf PHP-Basis eigene ­Plug-ins konstruieren lassen. Laut Mario Sommerhalder ist dies einzigartig: «Ich kenne kein anderes CMS, das Plug-ins in dieser Weise ermöglicht.»

So sieht es der Anwender

Nach dem Log-in stellt sich der Online Creator auf der Hauptebene wie folgt dar: Zuoberst auf der Seite erscheinen Links zu den Modulen wie Design, Plug-ins, Files und Backups. Sie verweisen auf die entsprechenden Positionen weiter unter auf der Seite – der Online Creator präsentiert sich als One-Page-Website mit aufklappbaren Sektionen für jedes Modul. Oberhalb dieser Sektionen werden das Menü mit allen Seiten der erstellten Website sowie die Struktur der aktuell gewählten Seite angezeigt: Jede Seite ist von oben nach unten in Bereiche eingeteilt, die beim Erstellen des Designs definiert wurden. Zum Beispiel Header, Hauptinhalte und Footer sowie die Meta-Daten. Jeder Bereich erscheint dabei seinerseits als aufklappbare Sektion. Enthält ein Bereich editierbare Inhalte, präsentiert der Online Creator beim Aufklappen einen Editor, mit dem sich Texte, Bilder und Links bequem einfügen und ändern lassen. Der Editor ist somit die Stelle, an der die Endanwender ihre Inhalte pflegen – praktisch selbsterklärend und mit wenig Lernaufwand von jedermann zu beherrschen.
Etwas irritierend zeigt sich hier ein Prinzip, das für den ganzen Online Creator gilt: Der Button zum Speichern der Änderungen erscheint nicht etwa, wie anderswo meist üblich, unterhalb der betroffenen Stelle, sondern darüber. Wer sich dies nicht gewohnt ist, vergisst eventuell das Speichern – und wenn man die Hauptseite ohne zu Speichern verlässt, zum Beispiel beim Editieren des Designs, werden die Änderungen nicht automatisch gesichert und gehen verloren. Über die Symbole oberhalb der angezeigten Seitenbereiche können neue Seiten erstellt, die Reihenfolge innerhalb der Navigation verändert und Seiten versteckt oder sichtbar gemacht werden. Zusätzliche Unterseiten für eine verschachtelte Navigation erzeugt man über das Plus-Symbol im Menü, das oberhalb des aktuellen Seitennamens zu sehen ist.

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