Fujitsu Forum 2019

Künstliche Intelligenz macht Quantensprünge

Künstliche Intelligenz macht Quantensprünge

7. Dezember 2019 - Von Michael Kurzidim

Fujitsu will Firmen helfen, die Herausforderungen der ­digitalen Transformation mit Der japanische Lösungs- und Infrastrukturanbieter Fujitsu hilft Unternehmen, die Herausforderungen der digitalen Transformation zu meistern. KI-Chips und ein quanten-ähnlicher Superrechner bilden dabei eine sehr leistungsstarke Kombination.
Artikel erschienen in IT Magazine 2019/12

KI-Prozessor für smarte Entscheide

Schneller smarte Entscheidungen treffen heisst die Devise auch der digitalen Transformation. Fujitsu präsentierte auf seiner Kunden- und Partnerkonferenz in München seinen neuen KI-Chip, der in einigen Monaten auf den Markt kommen soll. Die DLU – das Akronym steht für Deep Learning Unit – liefert die Hardware-Basis für die darüber liegenden Layer. Als Betriebssystem dient Linux OS, auf dem oberen Software-Layer laufen das Zinrai Deep Learning System und Googles Tensorflow, gekapselt unter anderem in Docker-Containern. Ein KI-Prozessor, der fest in Hardware verdrahtete KI-Operationen bereitstellt, ist per se schneller als durch Software emulierte, sehr rechenintensive neuronale Netze. Auf erste Benchmarks und Ergebnisse darf man deshalb gespannt sein. Davon profitieren werden alle Unternehmen, die mit hochgradig komplexen kombinatorischen Problemstellungen zu kämpfen haben, im Transportwesen, der Verkehrsplanung, der medizinischen Diagnostik, im Anlage- und Portfolio-Management, der Qualitätssicherung per Bilderkennung oder in der Betrugsbekämpfung bei Banken und Versicherungen.

Das dritte Kernthema Co-Creation ist weder ein Produkt noch eine Lösung, sondern eine Methodik, dem Mittelstand dabei zu helfen, die digitale Transformation zu initialisieren. "Schweizer Unternehmen haben viele wunderbare Ideen und Pläne", sagte Fujitsu-Manager Petersmann zur Redaktion. "Aber die Geschwindigkeit, mit der dann die Umsetzung erfolgt, ist nicht zufriedenstellend, weil es viele Firmen versäumen, über den Tellerrand hinaus zu denken". Dadurch rücken innovative neue Geschäftsmodelle oft gar nicht erst ins Blickfeld.

Strategiepapier in einem Tag

Co-Creation heisst, dass Lösungsanbieter, Partner und Berater gemeinsam mit Kunden, auf der Basis von bestehenden Geschäftsmodellen, zukünftige Marktbedürfnisse identifizieren und davon ausgehend zunächst einen Proof of Concept aufsetzen. Fujitsu hat dafür einen strukturierten Evaluationsprozess in acht Schritten entwickelt, der bereits an einem Tag verwertbare Ergebnisse liefern soll, so das Versprechen. Wichtig ist jedoch, sich bereits vorab Gedanken zu machen und den Geschäftsbereich, der digital transformiert werden soll, klar einzugrenzen. "Eine Digitalisierungsstrategie zum Beispiel für die Grossbank UBS zu erstellen dauert sicher etwas länger", scherzt Petersmann. Aber für die Geschäftseinheit strukturierte Anlageprodukte etwa sei eine Blaupause an einem Tag ein realistisches Ziel. Ein eintägiger Co-Creation-Workshop ist für interessierte Firmen kostenfrei. Das Grundgerüst einer für den Flughafen London Heathrow entwickelten Lösung ist, so erklärt Fujitsu, in einem solchen Co-Creation-Workshop entstanden.

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