Containerlösungen - die Symphonie für die ­Unternehmens-IT

Containerlösungen - die Symphonie für die ­Unternehmens-IT

Artikel erschienen in IT Magazine 2019/10

Bewegbare Applikatonen, frei von der Infrastrukturbasis

Was also tun? Der erste Schritt ist, die Ein-Mann-Band mobil zu machen. Der Musiker kann nun überall spielen, nicht nur auf seinem angestammten Platz an der Strassenecke. Er kann umhergehen und – wenn es sein muss – sogar im Zug spielen. Er erreicht damit ein grösseres Publikum und somit auch mehr Wirkung. Genau dies ermöglicht die Container-Technologie: Sie ist ein Schritt in die Virtualisierung. Applikationen werden mit allem Zubehör in transportable Pakete geschnürt und in die Cloud übertragen. Die gesamte Anwendung wird dabei inklusive aller benötigten Libraries, weiterer Komponenten in einen so genannten Container – zum Teil aufgeteilt nach Sandbox oder anderen Test- und Entwicklungsszenarien – geschoben. Es bestehen keine externen Abhängigkeiten mehr, die Anwendung läuft innerhalb des Containers autonom. Durch das Aufheben dieser externen Abhängigkeiten lassen sich Applikationen über unterschiedliche Systeme hinwegbewegen. Dies erhöht den Portabilitätsgrad und die Flexibilität der Anwendung. Im Gegensatz zu Virtuellen Maschinen (VMs) haben Container zudem keinen hohen Overhead und ermöglichen so eine effizientere Nutzung des zugrunde liegenden Systems sowie der Ressourcen. Dies entspricht einem ersten Schritt hin zur Modernisierung der Workflows sowie der Unterscheidung zwischen Entwicklung und produktiver Umgebung. Zudem können beliebig Releases und Testings durchgeführt werden. Die organisatorische Reise in Richtung moderner DevOps kann ­beginnen.

Für grosse Emotionen: Orchester und Dirigent

So weit so gut, doch ein Mann kann nicht alles leisten, denn noch immer hängt alles von seiner Performance ab. Es braucht weitere Musiker im Orchester und vor allem einen guten Dirigenten für den grossen Erfolg. Hier setzt zum Beispiel der Container-Orchestrator Kubernetes (k8s) an, der ursprünglich von Google entwickelt wurde und heute eine Open-Source-Lösung ist. Dieses Tool ermöglicht es, Container zu replizieren und zu orchestrieren, deren Ausführung zu planen, Integrität zu gewährleisten und die Überwachung sicherzustellen.

Um ein gutes Konzert zu spielen, braucht der Dirigent zudem die richtigen Noten. Das heisst, die Einführung eines sogenannten deklarativen Zustandes, zum Beispiel mit einer YAML-Datei, ist von grossem Vorteil (YAML steht für Yet Another Markup Language, ist eine vereinfachte Auszeichnungssprache und stellt assoziierte Daten dar). Sie ist – um bei der Musikanalogie zu bleiben – die Partitur, die angibt, was und wie gespielt werden soll. Die Container-Lösung besteht also aus einem Master, der die Partitur interpretiert und alles tut, was notwendig ist, damit die Container wie gewünscht funktionieren.

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