Stellenanzeigen für Suchmaschinen optimieren

Stellenanzeigen für Suchmaschinen optimieren

Artikel erschienen in IT Magazine 2018/03

Klare Ansage mit eindeutigen Stellentiteln

Ein nicht zu unterschätzendes Kriterium dafür, dass eine Stellenanzeige im Netz gefunden wird, ist der Stellentitel. Hier gilt: auffallend, aber aussagekräftig. In früheren Zeiten, als Stellenanzeigen hauptsächlich in den Printmedien zu finden waren, kamen Recruiter auf die kreativsten Ideen, was die Titel von Stellenanzeigen anbelangte. Sie klangen wie Werbeslogans, und sie fielen auf, wenn Jobsuchende durch die für sie interessante Rubrik blätterten. In Zeiten der Suchmaschinen funktioniert das nicht mehr so. Eine Stellenanzeige mit dem Titel "Wir suchen unseren neuen Superstar" kann von der Suchmaschine zum Beispiel nicht als "Software-Entwickler oder Software-Entwicklerin" erkannt werden. Das mag weniger Schwierigkeiten bereiten, solange die Inserenten noch auswählen können, unter welchen Suchbegriffen die Stelle angezeigt werden soll. Sobald eine Stellenanzeige aber automatisch analysiert wird, führen zu kreative Stellentitel zu ungenauen Suchresultaten. Warum?

(Job-)Suchmaschinen können Stellentitel, welche keinen eindeutigen Beruf beinhalten nicht zuordnen. Dass die ausgeschriebene "Meerjungfrau" eine Schwimmlehrerin ist, kann nicht einmal ein Mensch direkt erkennen. Die Stellenanzeige wird daher bei kaum einer Suchanfrage erscheinen. Und auch wenn bei der Insertion angegeben wird, dass damit eine Schwimmlehrerin gemeint ist und die Stellenanzeige bei einer Suche nach "Schwimmlehrerin" auch angezeigt wird, ist die Wahrscheinlichkeit gering, dass sich eine Schwimmlehrerin auf Stellen­suche angesprochen fühlt.

Wenn man sich vorstellt, dass man in einer Bibliothek auf der Suche nach einem Buch zum Thema "Stellenanzeigen formulieren" wäre. Man würde sich dann wohl kaum für ein Buch mit dem Titel "Die besten Tipps" entscheiden. Denn der Titel sagt zu wenig über die konkreten Inhalte des Buches aus. Genau so geht es Stellensuchenden, wenn sie unpräzise Titel sehen.

Daher sollte für den Stellentitel ein gängiger Begriff für die Tätigkeit gewählt werden. Ein Begriff, den Jobsuchende auch ins Suchfeld einer Jobsuche eingeben würden.

Sich als Arbeitgeber gut verkaufen

Ist der Stellentitel sinnvoll gewählt, klicken die Jobsuchenden mit grosser Wahrscheinlichkeit auch auf das Inserat. Dann aber muss das Inserat auch inhaltlich überzeugen. Grundsätzlich gilt hier: Romane sind zwar schön, aber passen nicht in ein Stellen­inserat. Die wichtigsten Informationen – Pensum, Anstellungsart, Arbeitsort – müssen auf einen Blick erkennbar sein. Die Anforderungen und der Stellenbeschrieb müssen ebenfalls schnell zu finden sein. Dabei sollte unbedingt darauf geachtet werden, möglichst klare Angaben zu machen. Eine Auflistung von Standard-Floskeln bei den verlangten Soft-Skills – Teamplayer, belastbar, flexibel, selbstständig oder motiviert zum Beispiel – bringt weder dem Arbeitgeber noch den Jobsuchenden wahnsinnig viel. Es gilt also, sich etwas einfallen zu lassen, dass nicht in jedem Stelleninserat zu finden ist.

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