Test Center – Artec Vstor

Suchmaschine für Unternehmensdaten

Suchmaschine für Unternehmensdaten

Artikel erschienen in IT Magazine 2016/09

Einfache Implementierung

Die initiale Einbindung der Appliance ins Netzwerk geht einfach vonstatten und gibt Administratoren oder Mitarbeitenden mit entsprechender IT-Kompetenz keine Rätsel auf. Das Setup der Hardware beschränkt sich im Wesentlichen auf den Anschluss von Strom- und Netzwerk- beziehungsweise LAN-Kabel.

Der Hersteller wirbt explizit damit, dass keine Eingriffe in die bestehende IT-Infrastruktur oder Anpassungen notwendig sind, da die Anbindung an vorhandene Systeme auf Standards basiert. In unserem Praxistest in einer typischen KMU-Infrastruktur bestätigte sich dies und die Implementierung liess sich innerhalb kurzer Zeit bewerkstelligen.

Nach dieser grundsätzlichen Einbindung der Hardware ist die Appliance prinzipiell bereits betriebsbereit. Die weitere Konfiguration kann nun von einem beliebigen PC im Netzwerk aus per Browser vorgenommen werden, indem die Vstor-Benutzeroberfläche aufgerufen wird. Umfangreiche Setup-Dialoge führen den Administrator oder IT-affinen Anwender dann durch eine Reihe von einmalig vorzunehmenden und grösstenteils selbsterklärenden Grundeinstellungen.

Vielfältige Datenquellen

Um dem Anspruch an eine universelle Unternehmens-Suchmaschine gerecht zu werden, müssen sich Daten aus unterschiedlichsten Quellen einbinden lassen. Vstor bietet dazu verschiedenste Konnektoren, die das Abgreifen der meisten gängigen Datenquellen ermöglichen.

Für unseren Test wählten wir typische «Bürodaten», darunter einen Mail-Server, Mail-Clients, File-Systeme, Drucker und Print-Server sowie Scan-Stationen. Das Einlesen der Daten funktionierte problemlos. Dabei fiel uns positiv auf, dass das System weitgehend unabhängig von spezifischen Lösungen arbeitet. So lassen sich im Bereich der E-Mails beispielsweise nicht nur Mails von weit verbreiteten Standardlösungen wie Exchange einlesen. Laut Herstellerangaben klappt dies auch in heterogenen Umgebungen, in denen mehrere unterschiedliche Mail-Server gleichzeitig zum Einsatz kommen – auch wenn dieses Szenario in der Praxis in einem typischen KMU eher die Ausnahme sein dürfte. Durch die Möglichkeit, die Appliance auch an Telefonanlagen zu koppeln, besteht ausserdem auch die Option der Einbeziehung von Voice-Daten aus Telefonaten.

Technisch betrachtet greift Vstor die angeschlossenen und in der Konfiguration ausgewählten Datenquellen ab, indiziert die Daten und speichert eine Kopie auf dem vom Administrator bestimmten Storage-Medium. Dabei greift der Hersteller auf Single-Instancing zurück, um den Speicherbedarf in Grenzen zu halten: Mehrfach vorhandene, aber völlig identische Dokumente oder Dateien werden nur einmal gespeichert – beispielsweise ein E-Mail-Attachment, das per «cc»-Funktion mehrere Mitarbeitende erhalten haben.

Für Anwender ist es häufig interessant, auch Daten aus Systemen wie ERP, Finanzbuchhaltung und so weiter in eine Lösung für die globale Suche im Unternehmen einzubinden. Artec stellt hierzu verschiedene APIs sowie ein SDK zur Verfügung. Das optionale Zusatz-Feature Smart Link soll darüber hinaus die nahtlose Integration in Primärapplikationen und branchenspezifische Anwendungen ermöglichen. Dadurch können unstrukturierte Daten unabhängig von Quelle, Format, Grösse und Standort in diesen Applikationen bereitgestellt werden.

Einbinden liess sich Smart Link in unserem Test wahlweise als iFrame, über den Browser im Kiosk-Modus oder per Browser-Start durch einen Link.

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