CIO Interview: «Die klassische IT wird immer mehr zur Commodity»

CIO Interview: «Die klassische IT wird immer mehr zur Commodity»

Artikel erschienen in IT Magazine 2013/11
Welchen Stellenwert hat die IT für Ruag?
Es ist sicher nicht so wie in der Bankenumgebung, aus der ich komme, wo fast jeder dritte Franken für die IT ist. Doch was die Sicherheit der Daten anbelangt, bewegen wir uns in einem ähnlichen Umfeld, in dem durchaus sehr kritische Kundendaten vorhanden sind.

Wie wird die Sicherheit dieser sensiblen Daten gewährleistet?
Wir nutzen dazu die modernsten Technologien und Mittel. Ein Punkt ist das Need-to-Know-Prinzip, also Daten zu klassifizieren, Berechtigungen zu vergeben und entsprechende Zugriffe beziehungsweise Zutritte zu gewähren. Das geht bis zu sehr restriktiven Massnahmen, falls es sich um geheime Themen handelt. Ansonsten haben wir unsere Security- und Informationsprozesse, die wir auf einem möglichst hohen Standard und Niveau halten und in die wir laufend investieren. Nur so können wir unsere Reputation und das Vertrauen gegenüber unseren Kunden aufrechterhalten.
Apropos Datenschutz: Was ist mit der Cloud?
Wir bieten bereits und möchten intern vermehrt Plattform oder Infrastructure as a Service anbieten. Ansonsten verwenden wir die Cloud eigentlich schon sehr vielfältig in verschiedenen Bereichen, zum Beispiel im HR. Das kommt sicher daher, dass man durch die Cloud in der Umsetzung viel Geschwindigkeit gewinnt. Die Konsequenz ist vielfach jedoch, dass es komplexer wird, vor allem was die Datenintegration angeht. Es wird durch die Cloud also nicht einfacher, die Heterogenität in der Architektur wird eher noch stärker. Andererseits muss man sagen, dass die Cloud-Anbieter preislich und funktional interessant sind.

Wie ist Ihre IT heute generell aufgestellt?
Wir haben eine zentrale IT-Organisation, die von mir als Group CIO geführt wird. Sie bietet diverse IT-Dienstleistungen für die ganze Schweiz und zum Teil auch weltweit an. Wir haben daneben aber auch noch diverse interne und zum Teil auch externe Provider in den einzelnen Divisionen, die verschiedene weitere Dienstleistungen anbieten. Auch sie werden von mir geführt. Weiter ist es so, dass es in der Produktentwicklung – in vielen Produkten steckt heute Software, beispielsweise im Satellitenbereich, aber auch in unbemannten Fahrzeugen – einige weitere Informatiker gibt. Die Software-Entwicklung ist bei uns zum Teil also sehr nahe an der Hardware und es geht in Richtung Embedded-Lösungen.

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