WLAN-Router der neuen Generation

WLAN-Router der neuen Generation

Artikel erschienen in IT Magazine 2013/06

Home Entertainment profitiert

Die befragten Hersteller sind sich darüber hinaus einig, dass der ac-Standard vor allem dem Bereich Home Entertainment zu Gute kommen wird. Frank Studerus, Managing Director bei Studerus, ergänzt aber: «Auch Restaurants, Hotels und Schulen, die typischerweise eine hohe Dichte an WLAN-Usern haben, bietet 802.11ac einen klaren Mehrwert.» Und der Schweizer Vertriebsleiter von AVM, Gerald Meiser, geht zudem davon aus, dass Privat-Cloud-Anwendungen ebenfalls vom neuen Standard profitieren können.

Das bringt die Zukunft
Zu den kommenden Neuerungen gehören neben der ac-Technologie laut Meiser ausserdem die zunehmende Integration von Smarthome-Funktionen in den WLAN-Routern sowie die vermehrte Standardisierung von USB 3.0 als Anschluss für USB-Festplatten im Home-Bereich. Der Marketing-Leiter von Draytek, Axel Blumentritt, geht derweil davon aus, dass neue Technologien zur Optimierung der Übertragungskapazitäten, wie beispielsweise Vectoring und Annex J, in den kommenden Gerätegenerationen nativ unterstützt und ausserdem ältere Produkte entsprechende Updates erhalten werden.

Sicherheit steht an oberster Stelle

Während alle befragten Hersteller der Überzeugung sind, dass im KMU-Bereich die Sicherheit der Router an oberster Stelle steht, nennt AVM-Vertriebsleiter Meiser zusätzlich die Stabilität, die Langlebigkeit, die Möglichkeit von Updates sowie die Einfachheit der Einrichtung als weitere wesentliche Punkte, die bei der Wahl eines Routers unbedingt beachtet werden sollten. Frank Studerus führt ausserdem an: «Mobile Devices sollten nicht auf das produktive LAN zugreifen können, weshalb gute WLAN-Router ein Gäste- oder BYOD-WLAN bieten, das vom LAN getrennt ist. Des weiteren sollten bei einem WLAN-Router mehrere WAN-Verbindungen zum Einsatz kommen, denn der steigende Einsatz von Cloud-Lösungen bringt eine grössere Abhängigkeit vom Internet-Zugang.»

WLAN nur als Zusatz
Doch so viele Vorteile drahtlose Netzwerke auch bringen, so ist Jörg Andreas von Buffalo Technology dennoch überzeugt: «Kabellose Netzwerke dürfen immer nur als Zusatznetzwerk angesehen werden, niemals als Haupt­übertragungsmedium. Denn Drahtlosnetzwerke unterliegen den örtlichen Umgebungsbedingungen wie Mauerwerken deutlich stärker als kabelgebundene Netzwerke. Ausserdem müssen sie von mehreren Geräten gleichzeitig geteilt werden.» (af)
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