Software zur BYOD-Unterstützung

Software zur BYOD-Unterstützung

Artikel erschienen in IT Magazine 2012/07

Keine Frage der Firmengrösse

Die Mehrheit der an der Marktübersicht teilnehmenden Software-Anbieter ist sich einig, dass die Unternehmensgrösse oder die Branche bei der Umsetzung einer BYOD-Strategie keine entscheidende Rolle spielt. Frank Thonüs, Managing Director bei Symantec Switzerland, etwa meint: «BYOD ist keine Frage der Firmengrösse, sondern der
-Kultur und des -Images.» Allerdings fügt Edi Truttmann von Cisco an: «Wir stellen fest, dass besonders mittlere und grosse Unternehmen Bedarf nach einer BYOD-Strategie haben.» Zustimmung erhält er dabei von Tony Bernal, Country Manager Switzerland bei Citrix Systems, der festhält, dass es für die Einführung von BYOD einiges an Ressourcen und Know-how braucht: «Damit geht sicher auch eine gewisse Mindestgrösse des Unternehmens einher.» «Unternehmen sollen BYOD unabhängig von der Grösse umsetzen, wenn sie folgende Bedingungen umsetzen: Bedürfnis und Nutzen sind vorhanden, und das Unternehmen ist bereit, sich seriös mit den dadurch entstehenden Risiken und allfälligen Massnahmen zu beschaffen», erklärt derweil Roman Hugelshofer, Leiter Abteilung Web Application Security bei Ergon. Und François Tschachtli, Country Manager Switzerland & International bei Norman Data Defense Systems, ergänzt: «Die Frage ist, in welchem Rahmen eine BYOD-Strategie technisch machbar und kommerziell auch vorteilhaft ist.» Vorteile, wenn man den Angestellten bei den Endgeräten die freie Wahl lässt, sind die erhöhte Mitarbeitermotivation und Produktivität, meint ein Grossteil der Software-Hersteller einstimmig. Nebst der grösseren Zufriedenheit der Mitarbeiter spielt aber auch eine mögliche Kostenersparnis eine Rolle. «Generell kann der Betrieb mit einer BYOD-Strategie Geld sparen, da er keine Geräte beschaffen muss», erklärt Martin Ottiger, CEO von Comdirect, und bekommt Unterstützung von Rolf Haas, Principal Security Engineer bei Mcafee: «Die Vorteile liegen klar auf der Hand: Kosteneinsparungen im Bereich Hardware-Beschaffung — da ja die Kosten durch den jeweiligen Mitarbeiter getragen werden.»

Richtlinien ja, aber nicht zu restriktiv

Bevor ein Unternehmen eine BYOD-Strategie umsetzt, muss es einige Dinge beachten. So empfiehlt etwa Pierre Aeschlimann, CTO Office EMEA bei BMC Software, die Erstellung von Unternehmensrichtlinien für die anfängliche Integration, den Betrieb und das Abschalten der Geräte. «Dabei ist die Kompatibilität der vorhandenen internen IT-Anwendungen mit den verschiedensten Endgeräten der Teilnehmer besonders wichtig», so Aeschlimann.
Bei SAP empfindet man derweil die Beachtung von branchenspezifischen, gesetzlichen Bestimmungen als wichtig. Einzelne Industrien wie etwa das Gesundheitswesen oder die Finanzindustrie seien gezwungen, strengere Richtlinien einzuführen, um mit den für die
Branche datenrechtlichen Bestimmungen konform zu sein. Aber auch die Beachtung lokaler Gesetze ist laut SAP nicht zu vernachlässigen. «Nebst technischen und Sicherheitsaspekten sollten geschäftsrelevante Prozesse wie beispielsweise der Support von Mitarbeiter-eigener Hardware sowie rechtliche Fragestellungen geklärt werden», rät Manuel Michaud, Windows-Verantwortlicher bei Microsoft Schweiz. Unterstützung erhält Michaud dabei von François Tschachtli von Norman, für welchen der Sicherheitsaspekt im Vorfeld einer BOYD-Einführung eine zentrale Rolle spielt, aber auch regulatorische Fragen respektive die Einhaltung von Compliance-Richtlinien geklärt sein müssen. Auch Jean-Jacques Suter, CEO von Sage Schweiz, rät zur vorherigen Klärung von rechtlichen Fragen, und meint damit etwa, «was passiert, wenn ein Mitarbeiter mit seinem Gerät einen Schaden verursacht oder wenn ein privates Gerät beschädigt wird».

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