CIO-Interview: «Wir setzen heute vermehrt auf Consumer-Geräte»

CIO-Interview: «Wir setzen heute vermehrt auf Consumer-Geräte»

Artikel erschienen in IT Magazine 2012/07
Wo werden solche Technologien entwickelt? Intern, in einer eigenen Entwicklungsabteilung, oder extern?
Wir haben einen eigenen Bereich Software Engineering, der derzeit rund 300 Entwickler beschäftigt. Grundsätzlich gilt bei der SBB das Prinzip «Buy before customize before make»:Falls wir einkaufen können, dann kaufen wir ein und integrieren die Lösung danach in unsere IT-Landschaft. Wenn ich auf unsere Applikationslandschaft schaue, dann ist ein grosser Teil aber auch eigenentwickelt. Dabei handelt es sich vor allem um bahnspezifische Applikationen, die beispielsweise den Zugverkehr steuern oder das ganze Netz überwachen. Für diese gibt es keine passenden Marktangebote. Wir haben gleichzeitig aber auch eine der grössten SAP-Installationen der Schweiz.

Gibt es keinen Markt für bahnspezifische IT-Lösungen?
Sagen wir es so: Der Markt für bahnspezifische Lösungen ist sehr klein. Wir haben derzeit mit unserem «Rail Control System» eine selbst entwickelte, innovative Anwendung, die wir via unseren Entwicklungspartner CSC auch im Markt anbieten.
Arbeiten Sie in gewissen Bereichen auch mit IT-Dienstleistern zusammen? Was haben Sie ausgelagert?
Ja, das tun wir. Unsere Desktops und deren ganzer Betrieb stellt Swisscom IT Services sicher. Alles, was Mainframes, Middelware und Application Services betrifft, betreut T-Systems für uns. Und um den Bereich Connectivity, also unser Datennetz, kümmert sich die interne SBB Telecom.

Wie gross ist Ihre IT-Landschaft heute und wie viele User betreuen Sie?
Wir betreuen aktuell rund 31’000 User und 20’000 Rechner. Dazu zählen Laptops, Fat Clients und Citrix-basierte Thin Clients. Software-seitig werden bei der SBB zurzeit insgesamt zirka 1000 Applikationen eingesetzt. Die Bandbreite reicht dabei von Standardlösungen wie SAP bis hin zu den bereits angesprochenen, hochspezialisierten Individualentwicklungen im Bahngeschäft. In diesem Zusammenhang ist sicher auch das Projekt Aqua erwähnenswert, im Rahmen dessen wir bis Ende des letzten Jahres alle unsere Rechner flächendeckend mit Windows 7 und Office 2010 erneuert haben.

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