Speicher für das Business 2.0

Speicher für das Business 2.0

Artikel erschienen in IT Magazine 2011/06

Thin bereits in der Hardware

Bekannt geworden ist 3Par als Pionier des sogenannten Thin Provisioning. Dabei wird im Unterschied zum konventionellen Fat Provisioning nicht mehr jeder Applikation einzeln eine grosse, feste Speicherpartition zugeteilt, damit alle Belastungsspitzen abgefangen werden können. Die Zuweisung erfolgt vielmehr in 256 MB grossen «Chunklets». Durch diese kleineren und dynamisch adressierbaren Einheiten muss nur noch eine Gesamtreserve vorgehalten werden. Der Speicherbedarf sinkt in der Folge bis zu 50 Prozent. Dies spart nicht nur Storage-Einheiten, sondern auch Rechenzentrum-Platz und Strom für den Betrieb.
Im Gegensatz zu anderen Systemen ist Thin Provisioning bei 3Par aber nicht einfach als Zusatz auf die bestehende Architektur aufgepflanzt, sondern bereits in der Hardware integriert. Diese tiefe Verankerung im Fundament des Storage-Stacks ermöglicht eine ganze Reihe zusätzlicher Feature «out of the Box». Dazu gehören unter anderem Thin Conversion, Thin Persistence, Multi-Tiering, Advanced Virtualization sowie Dynamic und Adaptive Optimization.

Automatische Optimierung im Betrieb

Thin Conversion offenbart die Vorzüge einer Integration der Thin-Technologien in die Hardware-Basis insbesondere bei der Ablösung von Altsystemen. Die Spezialprozessoren in den Controllern analysieren und optimieren die Daten nämlich bereits bei der Übernahme. Mehrfach vorhandener Ballast der Betriebssysteme wird zum Beispiel schon während der Migration erkannt und eliminiert.

Erste Erfahrungen haben gezeigt, dass ein 3Par-System dank Thin Conversion durchschnittlich rund 50 Prozent weniger Speicher als die Vorgängerplattform benötigt. Entsprechend kleiner kann das Anfangssystem dimensioniert werden. In herkömmlichen Architekturen werden die vergleichbaren Optimierungen demgegenüber erst nach der Migration vorgenommen, was ein entsprechend grösseres Startsystem zur Folge hat.

Die Fähigkeit, die Daten «in line» direkt während der Bewegungen zu optimieren, bringt einen weiteren Vorteil: Auch die laufende Optimierung im Betrieb kann weitgehend automatisiert werden. Diese sogenannte Thin Persistence spart den sonst dafür notwendigen, regelmässigen Wartungsaufwand durch die Speicherverantwortlichen und verhindert, dass überflüssige oder über Zeit ineffizient gespeicherte Daten die Speicher volllaufen lassen. Auch ein aufwendiges Redesign der Lösung auf Grund von veränderten Anforderungen ist kaum noch nötig, da sich die Plattform laufend selber optimiert. In die Datenbanken und der Virtualisierungs-Software von Oracle, Vmware, Symantec und Microsoft ist die Thin-Persistence-Funktionalität standardmässig direkt integriert.

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