Microsofts soeben vorgestellte KI-Inferenzplattform Maia 300 soll zum zentralen KI-Inferenzsystem für Microsoft-Produkte und -Services werden. Ab Mai 2027 will der Hersteller Azure Maia auf Multi-Gigawatt-Deployments ausweiten und tritt damit zumindest indirekt gegen Nvidia an. Maia 300 liefert laut
Microsoft 40 Prozent mehr Tokens pro Megawatt als der Vorgänger Maia 200 und stellt damit bei gleichem Energieeinsatz deutlich mehr KI-Rechenleistung bereit. Der Hersteller betont überdies, dass es sich bei Maia nicht nur um einen auf KI-Inferenz spezialisierten Chip handelt, sondern um ein komplettes System mit Software, Chips, Rack-Infrastruktur, Networking und kompletten Rechenzentren.
In Microsoft-Rechenzentren sollen Maia-300-basierte Systeme einen bis zu siebenmal höheren Token-Durchsatz erreichen als beim Vorgänger Maia 200. KI-Antworten können damit über Microsofts Cloud Services hinweg schneller und in grösserem Umfang bereitgestellt werden. Die neue Maia-Generation ist zudem für neue Typen von KI-Workloads konzipiert, darunter Long-Context Reasoning, Konversationen mit geringen Latenzen und langlaufende agentische Aufgaben mit vielen Schritten.
Für den Einsatz in seinen Rechenzentren kombiniert
Microsoft für ein Maia-300-Rack 96 Chips mit einer maximalen Gesamtleistung von 167 Kilowatt, ergänzt durch 27,6 TB HBM-Memory mit einer aggregierten HBM-Bandbreite von 1,7 Petabyte pro Sekunde. Pro Rack lassen sich somit mehr gleichzeitige KI-Interaktionen und grössere Workloads bewältigen. Die Kapazität des Rechenzentrums und die Wirtschaftlichkeit beim Ausbau von KI-Diensten soll sich damit verbessern. Weitere Informationen zu Maia 300 liefert Microsoft auf einer
Website und in einem
technischen Paper.
(ubi)