Angreifer attackieren Sonicwall-Appliances vom Typ SMA1000 über die Schwachstelle CVE-2026-102255, die gemäss CISA-ADP mit einem CVSS Score von 10 als maximal kritisch gilt. Bei SMA1000 – SMA steht für Secure Mobile Access – handelt es sich um ein Gerät, das nach dem Zero-Trust-Prinzip sicheren Fernzugriff auf Unternehmensressourcen erlaubt. Laut der
Sicherheitsmeldung von
Sonicwall, die daneben auch weitere kritische Schwachstellen abdeckt, handelt es sich bei CVE-2026-102255 um eine "Pre-authentication SSRF vulnerability", die einen nicht beabsichtigten alternativen Pfad ermöglicht. "Durch Missbrauch dieses Pfades könnte ein nicht authentifizierter Angreifer aus der Ferne diese Sicherheitslücke potenziell ausnutzen, um das Gerät dazu zu bringen, in seinem Namen Anfragen zu stellen, auf interne Funktionen zuzugreifen und unbefugte Vorgänge auszuführen", heisst es weiter.
Gemeldet wurde die Schwachstelle laut Sonicwall übrigens von Benoît Sevens von Anthropic. In der ursprünglichen Meldung hat der Hersteller das Leck nicht als aktiv ausgenutzt bezeichnet. Der Sicherheitsforscher Ryan Dewhurst hat
gegenüber "Bleeping Computer" jedoch erklärt, das im Honeypot-Netzwerk seiner Firma Previdian Angriffsversuche festgestellt wurden, die auf CVE-2026-102255 abzielen. Sonicwall hat inzwischen aktualisierte Software für die betroffenen SMA-1000-Modelle 6210, 7210 und 8200v in Form von Platform Hotfixes bereitgestellt.
(ubi)