Google hat anlässlich von Gemini at Work 2026 einen neuen Gemini-Agenten für Unternehmen angekündigt. Wie der Konzern
mitteilt, müssen Nutzer diesem nicht mehr jeden einzelnen Arbeitsschritt vorgeben. Stattdessen nennen sie das gewünschte Ergebnis. Der Agent plant anschliessend das Vorgehen, greift auf die benötigten Tools und freigegebenen Unternehmensdaten zu und führt die Aufgabe aus.
Für grössere Aufträge kann der Gemini-Agent ein Team aus spezialisierten Unteragenten zusammenstellen. Diese übernehmen einzelne Teile der Aufgabe gleichzeitig oder nacheinander. Welches KI-Modell dabei zum Einsatz kommt, entscheidet das System je nach Anforderung. Zur Auswahl stehen Modelle aus der Gemini-Familie sowie Claude von
Anthropic. Da die Arbeit in der Cloud stattfindet, kann sie auch weiterlaufen, wenn der Nutzer seinen Computer ausschaltet.
Google sieht für den Agenten zwei Einsatzmöglichkeiten vor. Er kann einzelne Mitarbeitende als persönlicher Assistent unterstützen oder einem Team als digitaler Mitarbeiter zugeordnet werden. In letzterer Rolle erhält er eine eigene E-Mail-Adresse, einen Kalender und Speicher. Zudem arbeitet er unter anderem mit
Google Workspace, Microsoft 365 und Slack. Administratoren bestimmen, auf welche Inhalte und Systeme der Agent zugreifen darf. Laut Google werden sämtliche Aktionen protokolliert und komplexe Aufgaben in einer abgeschotteten Umgebung ausgeführt.
Vorerst ist der Gemini-Agent noch nicht allgemein verfügbar. Wie ein Google-Sprecher gegenüber "Venturebeat"
bestätigt, steht er seit dem 8. Oktober ausgewählten Unternehmenskunden in einer geschlossenen Testphase zur Verfügung. Einen Termin für die breitere Einführung gibt es noch nicht. Danach soll der Agent ohne separaten Aufpreis in Gemini Enterprise integriert werden.
(dow)