Die neu gegründete Parlamentarische Gruppe Künstliche Intelligenz will sich dafür einsetzen, dass die Schweiz ein starker Standort für KI sein soll, "mit guten Bedingungen für Innovation und einem verantwortungsvollen Umgang mit der Technologie". Die überparteiliche Gruppe setzt sich aus knapp 30 Mitgliedern aus National- und Ständerat zusammen und wird vom Schwyzer Nationalrat Dominik Blunschy (Mitte) präsidiert. Aktuell unterstützen Salesforce und der Anwenderverband SwissAI die Gruppe als Trägerorganisationen. Weitere Unternehmen, Verbände und Organisationen sind eingeladen, sich als Trägerorganisationen zu engagieren.
Die Politik sei gefordert, die Entwicklungen rund um KI zu verstehen und deren Chancen für die Schweiz zu nutzen, heisst es in der Mitteilung. Die kommenden Monate seien dafür entscheidend, denn der Bundesrat bereite die Vernehmlassung zur Regulierung von KI vor und 2027 empfange die Schweiz in Genf den internationalen KI-Gipfel. Dominik Blunschy dazu: "Künstliche Intelligenz ist keine Zukunftsfrage mehr, sie prägt heute schon Wirtschaft, Forschung und Gesellschaft. Als Parlament müssen wir verstehen, wie diese Technologie funktioniert, bevor wir über ihre Regeln entscheiden." Zu diesem Zweck will die parlamentarische Gruppe Wissen und Erfahrungen aus der Praxis ins Parlament holen, dies zusammen mit Fachleuten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft. Den Auftakt dazu soll ein Anlass in der Wintersession 2026 bilden. Danach sind rund zwei Sessionsanlässe pro Jahr sowie Besuche bei Unternehmen und Institutionen geplant.
(ubi)