Als "Your personal AI agent that gets things done" bezeichnet der Zuckerberg-Konzern
Meta sein neuestes Produkt. Es nennt sich Muse und soll neben der Beantwortung von Fragen, wie sie üblicherweise Chatbots liefern, auch Aufgaben erledigen und die Nutzer von allerlei Arbeiten entlasten. Als Beispiele nennt Meta das Buchen von Veranstaltungen, das Ausfüllen von Formularen, Online-Shopping, den Versand von E-Mails oder den Umgang mit dem Kundenservice von Unternehmen.
Im Rahmen der Vorstellung von Muse wird Meta nicht müde, Aspekte der Privatsphäre zu betonen. So läuft der Agent auf dem Gerät in einer dedizierten virtuellen Maschine, die ihren eigenen Browser mitbringt. Aktionen, die der Agent ausführen soll, können die Nutzer zuvor einsehen und genehmigen und später in einem vollständigen Audit Trail nachverfolgen. Muse arbeitet kostenlos und ist derzeit als App für Android und iOS verfügbar, aber bisher ausschliesslich in den USA. Ob und wann der Agent auch in Europa verfügbar wird, ist nicht klar.
Persönliche Daten, die Muse für seine Aktion benötigt, wie etwa Logins zu verschiedenen Services, würden in einem sicheren Credential Store gespeichert, aus dem der Agent nicht direkt lesen könne, bekräftigt Meta den Privacy- und Security-Anspruch – beim Shopping zum Beispiel werde eine einmal nutzbare Kreditkartennummer generiert, die beim Checkout verwendet wird. Auf diese Weise erfahren weder der Agent noch der Onlinehändler die echte Kreditkartennummer. Einkäufe sollen durch den Käuferschutz von Link abgesichert werden – laut Meta eine Premiere für KI-Agenten. Die Konversation mit Muse gestaltet sich über die ganzen Prozesse hinweg wie ein Chat mit einem Chatbot oder menschlichen Gegenpart.
(ubi)