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Google stellt Pixel-11-Familie vor
Quelle: Google

Google stellt Pixel-11-Familie vor

Google verpasst seinen Pixel-Smartphones einen neuen Chip, macht das faltbare Modell dünner und ergänzt die Pro-Geräte um 120-fachen Digitalzoom sowie ein LED auf der Rückseite, das über eingehende Anrufe und mehr informieren kann. Positiv überraschend: Die Preise werden im Vergleicht mit dem letztjährigen Vorgänger nicht respektive nur vereinzelt angehoben.
12. August 2026



Google hat mit dem Pixel 11, Pixel 11 Pro, Pixel 11 Pro XL und Pixel 11 Pro Fold seine neue Smartphone-Generation vorgestellt. Zu den wichtigsten Neuerungen gehören der Tensor-G6-Prozessor, überarbeitete Kameras, hellere Displays und – natürlich – zusätzliche KI-Funktionen. Alle vier Modelle werden vom neuen Tensor G6 angetrieben, dem Google gegenüber dem Tensor G5 unter anderem eine um 50 Prozent höhere TPU-Leistung attestiert. Die CPU soll zudem bis zu 20 Prozent energieeffizienter arbeiten, Apps 15 Prozent schneller starten und das Surfen um 25 Prozent beschleunigen. Ebenfalls neu ist der Titan-M3-Sicherheitschip, der unter anderem "Post-Quanten-Kryptografie" unterstützt und das Gerät so vor "neuen, hochentwickelten digitalen Angriffen" schützen soll. Als Betriebssystem kommt Android 17 zum Einsatz, Google verspricht sieben Jahre lang Betriebssystem-, Sicherheits- und Pixel-Drop-Updates.


Das Pixel 11 besitzt ein 6,3 Zoll grosses OLED-Display mit 1080 x 2424 Pixeln, einer adaptiven Bildwiederholrate zwischen 60 und 120 Hz sowie einer Spitzenhelligkeit von 3000 Nits. Es ist mit 12 GB RAM sowie 256 oder 512 GB Speicher erhältlich. Der Akku fasst 4985 mAh und soll laut Google mehr als 30 Stunden durchhalten. Kabelgebunden lässt er sich innerhalb von rund 30 Minuten auf 55 Prozent laden. Kabelloses Laden via Pixelsnap beziehungsweise Qi2.2 wird mit bis zu 25 Watt unterstützt. Bei der Kamera setzt Google beim Pixel 11 auf ein Dreifachsystem bestehend aus einer 48-Megapixel-Hauptkamera, einer 13-Megapixel-Ultraweitwinkelkamera und einer Telekamera mit 10,8 Megapixeln und fünffachem optischem Zoom. Digital beziehungsweise rechnerisch sind mit dem sogenannten Super Zoom bis zu 30-fache Vergrösserungen möglich.

Pro-Modelle mit 120-fachem Zoom und HiLight

Das Pixel 11 Pro besitzt ebenfalls ein 6,3-Zoll-Display, verwendet allerdings ein LTPO-OLED-Panel mit 1280 x 2856 Pixeln, 1 bis 120 Hz und bis zu 3600 Nits. Beim Pixel 11 Pro XL wächst das Display auf 6,8 Zoll bei 1344 x 2992 Pixeln. Beide Modelle gibt es mit bis zu 16 GB RAM und maximal 1 TB Speicher. Das Pro XL verfügt mit 5115 mAh über den grössten Akku der drei klassischen Smartphones und lässt sich laut Google in rund 30 Minuten auf 75 Prozent laden.

Deutlicher unterscheiden sich die Pro-Geräte bei der Kamera. Google kombiniert eine 50-Megapixel-Hauptkamera mit einer 48-Megapixel-Ultraweitwinkel- und einer ebenfalls mit 48 Megapixeln auflösenden Telekamera mit fünffachem optischem Zoom. Letztere besitzt einen grösseren Sensor und soll 32 Prozent mehr Licht einfangen als beim Vorgänger. Der neue Pro Zoom ermöglicht Vergrösserungen bis zum Faktor 120. Ebenfalls den Pro-Modellen vorbehalten ist die Funktion Sofort-Nachtsicht, mit der Nachtaufnahmen dank der höheren TPU-Leistung des Tensor G6 laut Google bis zu 4,5-mal schneller entstehen sollen. Bei Videos werden Aufnahmen mit bis zu 8K inklusive Video-Optimierung unterstützt.


Neu beim Pixel 11 Pro, Pro XL und Pro Fold ist ausserdem HiLight. Dabei handelt es sich um LED-Leuchten rund um den Kamerablitz auf der Rückseite. Liegt das Smartphone mit dem Display nach unten, können die LEDs etwa mit individuell definierten Farben auf Anrufe ausgewählter Kontakte hinweisen – die Glyphen von Nothing lassen grüssen. Auch bei der Interaktion mit Gemini signalisiert HiLight, ob die KI gerade zuhört, eine Anfrage verarbeitet oder antwortet.

Pixel 11 Pro Fold wird dünner und leichter

Ebenfalls erneuert wurde Googles Foldable. Das Pixel 11 Pro Fold besitzt aussen ein 6,5 Zoll grosses OLED-Display und aufgeklappt ein 8-Zoll-OLED mit 2076 x 2152 Pixeln. Beide Panels arbeiten mit 1 bis 120 Hz und erreichen laut Google eine Spitzenhelligkeit von 3600 Nits.

Im Vergleich zum Vorgänger ist das Fold rund einen Millimeter dünner und knapp 10 Prozent leichter. Aufgeklappt misst es noch 5 Millimeter, zusammengeklappt 10,1 Millimeter und bringt 239 Gramm auf die Waage. Google spricht zudem von einer dreimal höheren Robustheit. Das Fold verfügt über 16 GB RAM, 256 GB bis 1 TB Speicher und einen 4806-mAh-Akku. Dieser soll mehr als 24 Stunden durchhalten und lässt sich innerhalb von etwa 30 Minuten auf 50 Prozent laden. Die rückwärtige Dreifachkamera besteht aus einer 48-Megapixel-Hauptkamera, einem Ultraweitwinkel mit 10,5 Megapixeln und einer 10,8-Megapixel-Telekamera mit fünffachem optischem Zoom. Der Super Zoom reicht bis 30-fach. Und auch das Fold kommt mit der HiLight-Funktion.

Gemini Intelligence und Magic Capture

Einen weiteren Schwerpunkt legt Google wie eingangs erwähnt, auf KI-Funktionen. Unter dem Begriff Gemini Intelligence soll das Smartphone kontextbezogen Informationen aus verschiedenen Apps zusammenführen und dadurch beispielsweise direkt innerhalb eines Chats einen Blick auf freie Termine im Kalender ermöglichen. Eine neue Spracheingabe entfernt zudem automatisch Füllwörter und kann gesprochene Gedanken zu einem ausformulierten Text zusammenfassen.


Neu ist auch Magic Capture. Die Kamerafunktion analysiert laut Google rund 500 Einzelbilder einer Szene und wählt daraus automatisch geeignete Aufnahmen aus. Dabei können die Bilder unter anderem zugeschnitten, geradegerichtet oder nachgeschärft werden. Die neue Creator Suite wiederum bringt unter anderem einen Teleprompter sowie Funktionen zum Organisieren und Bearbeiten von Videoaufnahmen direkt aufs Smartphone. Weitere Neuerungen sind Live-Übersetzungen für Videos, Podcasts und Sprachnachrichten sowie Circle to Search direkt aus der Pixel-Kamera. Ausserdem unterstützt Quick Share den direkten Datenaustausch mit Apples Airdrop auf kompatiblen Geräten.

Ab 899 Franken

In der Schweiz kostet das Pixel 11 mit 256 GB Speicher 899 Franken, die Variante mit 512 GB 999 Franken. Der Vorgänger Pixel 10 startete vor einem Jahr noch bei 799 Franken, besass damals aber auch nur 128 GB Speicher. Die Variante mit 256 GB kostete damals ebenfalls 899 Franken. Das Pixel 11 Pro startet heuer mit 256 GB bei 1049 Franken (auch dieser Preis ist unverändert zum Pixel 10 Pro aus dem letzten Jahr), während für das Pixel 11 Pro XL mindestens 1249 Franken fällig werden. Die 1-TB-Versionen kosten 1369 beziehungsweise 1569 Franken. Damit ist die XL-Version leicht teurer als ihr Pendant aus dem Vorjahr.


Das Pixel 11 Pro Fold startet bei 1799 Franken mit 256 GB Speicher. Das Pixel 10 Pro Fold startete vor einem Jahr ebenfalls mit 256 GB bei 1699 Franken. Für 512 GB verlangt Google 1899 Franken, das Modell mit 1 TB kostet 2119 Franken. Vorbestellungen nimmt Google ab sofort entgegen. In den Handel kommen die neuen Pixel-Smartphones am 20. August.


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