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Libreoffice kritisiert Microsofts Office-Formate
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Libreoffice kritisiert Microsofts Office-Formate

Libreoffice wirft Microsoft vor, seine Office-Formate als Mittel zur Kundenbindung zu nutzen. Dokumente liessen sich zwar oft in anderen Programmen öffnen, könnten dort aber anders aussehen und Nutzer so zurück zu Office drängen.
21. Juli 2026



Microsofts Office-Formate stehen in einem neuen Blogbeitrag von Libreoffice deutlich in der Kritik. Das Open-Source-Projekt argumentiert, dass proprietäre Formate Dokumente eng an jene Software binden, mit der sie erstellt wurden. Im Alltag zeige sich das etwa bei verschobenen Aufzählungen, veränderten Tabellen oder Präsentationen, die ausserhalb von Powerpoint nicht mehr sauber dargestellt werden.

Besonders kritisch beurteilt Libreoffice das Format OOXML, das Microsoft Office heute standardmässig nutzt. Zwar wurde es international standardisiert. Laut dem Blogbeitrag bildet es aber stark das Verhalten von Microsoft Office ab und enthält Altlasten, die andere Programme nur schwer vollständig nachbauen können.


Für einzelne Nutzer ist ein verschobenes Layout vor allem mühsam. Für Kanzleien, Spitäler oder Behörden kann es laut Libreoffice grössere Folgen haben, wenn Verträge, Formulare oder amtliche Dokumente je nach Software unterschiedlich aussehen. Als Ausweg nennt das Projekt offene Standards wie das Open Document Format sowie PDF/A für die Langzeitarchivierung. (dow)


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Kommentare
Nun zähle ich mich zwar auch zu den Microsoft-Kritikern. Aber: Wenn ich beispielsweise als französischer Automobilhersteller gegen einen deutschen Automobilhersteller klagen würde, weil das Werkzeug nicht kompatibel ist und auch die Ersatzteile nicht... Es stünde LibreOffice ja frei, Konvertierungsroutinen zu entwickeln, die dann das jeweilige Officeprodukt erkennen und die Divergenzen graderechnen würde. Auch gerne gegen Aufpreis. Wer Kunden generieren will, muss die Extrameile gehen.
Dienstag, 21. Juli 2026, Leonhard Fritze



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