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Gartner: 70 Prozent der KI-basierten Mainframe-Exitprojekte scheitern
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Gartner: 70 Prozent der KI-basierten Mainframe-Exitprojekte scheitern

Laut Gartner führt die KI-gesteuerte Mainframe-Migration selten zum gewünschten Ergebnis. 75 Prozent der Dienstleister, die KI-gestützte Mainframe-Migration anbieten, sollen bis 2030 ihr Geschäftsmodell umstellen oder vom Markt verschwinden.
19. Juni 2026

     

Die Marktauguren von Gartner haben Mainframe-Ausstiegsprojekte unter die Lupe genommen, bei denen zur Neucodierung generative KI-Werkzeuge zum Einsatz kommen. Die Marktforscher kommen in ihrer Erhebung zum Schluss, dass über 70 Prozent der im laufenden Jahr initiierten Exit-Projekte die angestrebten Ziele nicht erreichen werden, da die Fähigkeiten generativer KI-Tools überschätzt werden.

Laut Gartner-Analyst Alessandro Galimberti besteht eine wachsende Kluft zwischen den Marketingversprechen der KI-Anbieter und den tatsächlichen Fähigkeiten, komplexen Legacy-Code zu transformieren und zu migrieren. Dies hänge auch damit zusammen, dass KI-Anbieter steigenden Druck seitens der Investoren verspüren, KI-Funktionen in ihre Plattformen zu integrieren, ob dies nun zielführend sei oder nicht.


Unternehmen, die "scheinbar magische" KI-basierte Exitstrategien verfolgen, statt einen plattformorientierten Ansatz zu wählen, würden aber erhebliche technische Schulden verursachen und das Unternehmen kritischen Ausfällen aussetzen.

Der Mainframe-Markt befinde sich daher an einem entscheidenden Wendepunkt. Investitionen seitens IBM, BMC oder Broadcom würden die Position des Mainframes als moderne Plattform für strategische Investitionen weiter stärken. Gartner prognostiziert daher, dass bis 2030 75 Prozent der auf dem Mainframe-Exit-Markt tätigen Anbieter ihre Geschäftsmodelle umstellen oder den Betrieb einstellen werden, da sich die Markterwartungen ändern und die Nachfrage nach universalen Migrationslösungen zurückgehe.
Die richtige Mainframe-Strategie hängt laut Galimberti vom Profil und der Komplexität der Unternehmensumgebung ab. In vielen Fällen lasse sich generative KI effektiver einsetzen, um eine Modernisierung vor Ort zu ermöglichen, als eine Migration von der Plattform zu beschleunigen.

Mittlere Umgebungen, die den Löwenanteil der Installationen darstellen, stehen vor den komplexesten Entscheidungen. Sie müssten Strategien zur Optimierung bestehender Mainframe-Investitionen gegen eine Beschränkung des vollständigen Ausstiegs auf ausgewählte Szenarien abwägen, zumal diese Massnahmen oftmals risikoreiche Transaktionen erfordern und zu suboptimalen Ergebnissen führen würden.


Kleinere Umgebungen könnten stattdessen auf Mainframe as a Service setzen und damit eine kosteneffiziente Hosting-Strategie nutzen. Sie könnten sich auf den Ersatz von Legacy-Software von Drittanbietern und auf gezielte Modernisierungen innerhalb der Plattform konzentrieren, bei denen ein positiver Return on Investment erzielbar sei. (rd)


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