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Chinas Exportbeschränkungen könnten zu weiteren Chip-Preissteigerungen führen
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Chinas Exportbeschränkungen könnten zu weiteren Chip-Preissteigerungen führen

China hat die Lieferung eines wichtigen Rohstoffes an Japan deutlich reduziert. Jetzt warnen japanische Produzenten vor den drohenden Folgen für die Halbleiter-Industrie.
16. Juni 2026

     

In den vergangenen Monaten hat China die Ausfuhr von Wolfram an Japan deutlich reduziert. China ist der weltweit wichtigste Lieferant des Rohstoffes, der für die japanische und südkoreanische Halbleiter-Industrie wiederum von grosser Bedeutung ist. Nun haben Produzenten laut einem Analysten-Bericht von Trendforce vor einem drohenden Engpass bei der Bereitstellung des Gases Wolframhexafluorid (WF₆) gewarnt. Wolframhexafluorid ist bei der Herstellung von Halbleitern essenziell. Von einem Engpass wären vor allem auch südkoreanische Chip-Riesen wie Samsung und SK Hynix betroffen.

Die japanischen Lagerbestände des Gases sollen noch bis Juli 2026 reichen. Anschliessend droht ein Produktionsstopp, der sich massiv auf die weitere Lieferkette auswirken würde. Die Folgen sind Kostensteigerungen bei der Chipherstellung sowie die Verzögerungen bei der Massenproduktion von fortschrittlichen Halbleitern (3 bis 7 Nanometer). Der Markt bekommt das wiederum im Zuge von weiteren Preissprüngen und Produktknappheit zu spüren.


Die angekündigten Versorgungsengpässe haben die WF₆-Preise laut Trendforce schon jetzt in die Höhe getrieben. Eine anhaltende Verknappung würde diese Situation sukzessive zuspitzen, warnen Branchenbeobachter. Das trifft wiederum auf einen Markt, der aufgrund der enormen Nachfrage in Folge des KI-Booms ohnehin unter Druck steht. (sta)


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