Nachdem die von den Unternehmen Nextcloud und Jonos lancierte Büro-Suite Euro-Office diese Woche als souveräne Alternative zu Microsofts Office-Paket lanciert wurde, bemängeln die Macher von LibreOffice die mangelhafte Unterstützung des quelloffenen OpenDocument-Formats.
Wie die
Document Foundation in einem
Blog-Beitrag erklärt, werde Euro-Office als Europas erste Open-Source-Office-Suite beschrieben, was nicht den Tatsachen entspreche, zumal LibreOffice von einer weltweiten Community seit vielen Jahren unterstützt werde. Dazu wird bemängelt, dass Euro-Office das OpenDocument-Format (ODF) zwar unterstütze, nicht aber als Standardformat einsetze. Mit der viel beschworenen Souveränität von Euro-Office sei einzig die Nutzung von ODF als natives Dokumentformat vereinbar. "Eine wirklich europäische, wirklich souveräne Office-Suite darf den offenen Standard nicht als Zugeständnis an Ausstehende betrachten, sondern muss ODF als Muttersprache sprechen", heisst es im Blog Post.
Euro-Office unterstützt in der Desktop-Version zwar das Speichern im ODF-Format, lässt aber auch Microsofts OOXML-Format zu, das auch als Standardformat voreingestellt ist.
(rd)