Bei der Schweizerischen Post steht ein Stellenabbau in der Informatik bevor, wo das Unternehmen rund 1500 Personen beschäftigt. Wie der "
Tagesanzeiger" unter Berufung auf "
Le Temps" schreibt, soll es dabei zu rund 60 Entlassungen kommen. Bei 20 weiteren Mitarbeitenden würden zudem die Arbeitsverträge angepasst, was unter anderem eine Änderung von Funktion oder Arbeitsort bedeuten könne. Mitte Juni soll ein Konsultationsverfahren eingeleitet werden, danach wird die definitive Anzahl der Stellen, die gestrichen werden, vorliegen.
Begründet wird der Abbau mit einer Neuausrichtung der IT-Systeme und damit, dass die Informatik in eine neue Phase der Transformation geführt werde, die mehr Effizienz, weniger Komplexität und damit auch weniger Kosten mit sich bringe. Dabei soll auch die Nutzung von KI helfen.
Seitens der Gewerkschaft Syndicom soll Kritik am Vorgehen laut geworden sein. Dies vor allem vor dem Hintergrund, dass die Post im vergangenen September die Schaffung von 200 IT-Positionen in Portugal angekündigt und dies mit Fachkräftemangel hierzulande begründet hatte. Die Post erklärte damals, durch das Outsourcing solle es zu keinen Entlassungen in der Schweiz kommen. Laut "Le Temps" werden die Ausbaupläne für den Standort Portugal vorerst aber auf Eis gelegt. Das fordert auch Syndicom, genauso wie einen massgeschneiderten Sozialplan, Frühpensionierungen und die Prüfung der Führungsstrukturen.
(mw)