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Mit der richtigen Hardware zum hybriden Meeting-Erfolg
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Mit der richtigen Hardware zum hybriden Meeting-Erfolg

Die korrekte Wahl der Hardware macht hybride Meetings angenehmer, den Auftritt professioneller und eröffnet mit modularen Lösungen Flexibilität. Viel Geld ausgeben muss man dabei nicht einmal zwingend.

Artikel erschienen in Swiss IT Magazine 2026/04

     

Hybride Meetings sind inzwischen fester Bestandteil des Arbeitsalltags und der Markt für entsprechende Infrastruktur boomt. Doch während hochauflösende Bildschirme oft im Rampenlicht stehen, entscheiden in der Praxis oft andere Faktoren über die Akzeptanz einer Lösung: eine hohe Audioqualität sowie tiefe Hürden beim Data-Sharing etwa. Für IT-Verantwortliche gilt es, den Spagat zwischen technischer Komplexität und Benutzerfreundlichkeit zu meistern.

Verschiedene Räume, ein Ziel

Die Anforderungen an Hardware für hybride Sitzungszimmer variieren je nach Raumgrösse stark, von offenen Co-Working-Arbeitsplätzen über kleine Sitzungszimmer bis hin zu grossen Meeting-­Räumen. Entsprechend empfiehlt es sich, hier nicht auf «One Size Fits All» zu setzen, sondern sich beraten zu lassen. So unterschiedlich die verschiedenen Sitzungszimmer sein können, das Ziel ist im Grundsatz überall das Gleiche: Teilnehmerinnen und Teilnehmer vor Ort und Remote-Gäste müssen auf Augenhöhe interagieren können.

Ebenfalls zentral ist die Flexibilität der Lösung und deren Skalierbarkeit. Meeting-Raum-Lösungen müssen mit verschiedenen Input-Quellen reibungslos funktionieren – ob Firmen-Laptop oder Bring Your Own Device, insbesondere auch bei externen Gästen. Schliesslich muss sichergestellt werden, dass Sicherheit und Datenschutz zu jeder Zeit gewährleistet sind.


Das setzt Hardware voraus, die sich nahtlos in die bestehende IT-Umgebung einfügt. Mit den passenden Produkten verschiedener Hersteller können flexibel einsetzbare State-of-the-Art-Lösungen realisiert werden, die den individuellen Anforderungen gerecht werden. Gerade für kleinere Räume gibt es durchaus auch sehr attraktive und unkomplizierte All-in-one-Lösungen.

Oft unterschätzt: Die Tonqualität

Ohne Ton geht nichts. Im Zentrum jeder hybriden Meeting-Lösung sollte das Mikrofon stehen. Bei kleinen Räumen eignen sich Videobars mit integriertem Mikrofon meist, bei grösseren Zimmern bieten sich externe Lösungen, zum Beispiel in Form eines Erweiterungsmikrofons in der Mitte des Tischs oder noch besser an der Decke an. Während eine hybride Sitzung notfalls auch ohne Bild stattfinden kann, ist eine gute ­Audio­qualität das Minimum. Schlechter Ton – sei es aufgrund des Echos, der Hintergrundgeräusche oder zu leiser ­Mikrofone – führt schnell zu kognitiver Ermüdung, der sogenannten «Zoom ­Fatigue».

Fertig mit dem Kabelsalat

Nichts ist schlimmer, als die ersten zehn Minuten einer Sitzung durch die Suche nach einem passenden HDMI-Adapter zu verschwenden. Kabellose Präsentationssysteme sind ein Muss für moderne ­Meeting-Räume. Ein Knopfdruck oder die Nutzung einer App genügt, um Inhalte zu teilen. Zudem kann schnell und unkompliziert zwischen verschiedenen Geräten gewechselt werden. Das fördert nicht nur den Workflow, sondern reduziert auch Support-Tickets bei der IT-Abteilung. Aber auch bei einer Wireless-Lösung sollten als Backup alle gängigen Kabel zur Hand sein, um allfällige Ausfälle zu kompensieren.

Ein Hybrid-Setup muss nicht teuer sein

Je nach konkreten Anforderungen muss die Lösung nicht zwingend aus teuren Flagship-Geräten bestehen. Es gibt durchaus auch qualitativ hochwertige Optionen, die mit einem kleineren Budget realisiert und danach über einen längeren Zeitraum erfolgreich eingesetzt werden können.

Besonders für kleine und mittlere Unternehmen haben sich interaktive All-in-One-Displays etabliert und sind äusserst effizient. Diese Geräte kombinieren:


- Hochauflösendes Touch-Display
- Integrierte 4K-Kamera und Mikrofon-Arrays
- Leistungsstarke Lautsprecher
- Datenshare-Dongles

Diese Systeme sind meist Out of the Box einsatzbereit und bieten ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis. Ein solches Setup ist für kleine Gruppen und eine dynamische Zusammenarbeit meist ausreichend. Je nach Marke und Produkt kostet eine solche Lösung rund 4000 bis 6000 Franken.

High-End-Lösung für grosse Räume

Auch bei grossen Räumen gibt es verschiedene Möglichkeiten, wie ein passendes Hardware-Set zusammengestellt werden kann. Da Sitzungszimmer oft mit Kunden, Partnern oder anderen externen Personen genutzt werden, sind sie auch die Visitenkarte des Unternehmens und sollten einen entsprechend positiven Eindruck hinterlassen. Dazu empfiehlt sich eine interaktive, modulare Lösung, bestehend aus:

- Dual-Screen-Setup: Ein Bildschirm für die geteilte Präsentation und einer für die Galerieansicht der Remote-Teilnehmerinnen und -Teilnehmer
- Wandhalterung oder motorisierter Trolley für maximale Flexibilität
- Skalierbare Audio-Setups mit digitalen Sound-Prozessoren (DSP) und mehreren Lautsprecher-Zonen für bestmöglichen Klang
- Deckenmikrofon
- Videobar mit 4K-Auflösung
- Kabellose Präsentationslösung mit mehreren Anschlüssen
- Diverse gängige Kabel als Backup


Gerade bei repräsentativen Sitzungszimmern stehen neben der einwandfreien Technik auch das Design, die Wertigkeit und der Gesamteindruck im Fokus. Neben State-of-the-Art-Hardware, wie zum Beispiel einem hochwertigen, perfekt auf den Raum angestimmten Mikrofon oder einem Touchscreen für bestmögliche Zusammenarbeit, ist in diesem Kontext auch wichtig, dass Kabel und Stecker bestmöglich versteckt sind. Eine solche Komplettlösung bewegt sich im Kostenrahmen von rund 10’000 Franken oder mehr – je nachdem, welche Add-ons noch benötigt werden.

Gut ausgerüstet – auch im Home Office

Gerade bei hybriden Meetings nützt das beste Setup im Sitzungszimmer nichts, wenn die Teilnehmenden von zuhause oder unterwegs technisch nicht ebenfalls angemessen ausgerüstet sind. Selbstverständlich ist eine stabile Internetverbindung die wichtigste Grundvoraussetzung. Aber auch mit wenigen Hardware-Upgrades kann die Qualität des Meetings massgeblich verbessert werden.

Eine separate Webcam mit 4K-Auflösung liefert bereits einen deutlichen Mehrwert und sorgt für einen professionellen Auftritt – insbesondere im Vergleich zu einer im Notebook integrierten Kamera. Denn diese sind ohne Laptop-Ständer auf der falschen Höhe und führen dadurch meistens zu unvorteilhaften Kamerawinkeln.


Für eine angemessene Tonqualität gibt es verschiedene Optionen. Gerade in Grossraumbüros haben sich Headsets etabliert, die auch hervorragend im Home Office oder unterwegs funktionieren. Ein hochwertiges Headset mit Geräuschunterdrückung ist die flexibelste Wahl. Wenn die Hardware ausschliesslich im Home Office verwendet wird, kann auch ein externes Mikrofon eine geeignete Wahl sein – insbesondere für Personen, die regelmässig aus dem Home Office Präsentationen halten.

Passende Lösung für alle Bedürfnisse

Abschliessend lässt sich sagen, dass es bei Meeting-Räumen keine One-Size-Fits-All-Lösung gibt. Der perfekte Meeting-­Raum ist kein Zufallsprodukt, sondern das Ergebnis einer Beratung und Abstimmung von Raumakustik, intuitiver Sharing-Hardware und der passenden Software-Plattform.

Die gute Nachricht: Eine individuelle Lösung muss nicht teuer sein. Es gibt unzählige Hersteller in verschiedenen Preisklassen, die je nach Anforderung alle ihre Vor- und Nachteile haben. Besonders für KMU ist der Einstieg dank leistungsstarker All-in-One-Systeme so einfach und erschwinglich wie nie zuvor.

Der Autor

Peter Müller ist Lead ­Category Pro AV & Communications bei Brack.All­tron. In dieser Funktion ist er am Puls des Markts und kennt alle Hardware-Trends rund um hybride Meeting-­Räume. Brack Business liefert Komplettlösungen für Geschäftskunden aller Art und jeder Grösse – ob KMU, Heime und Spitäler, Schulen und Bildungseinrichtungen, Grossfirmen oder öffentliche Institutionen. Neben individuellen Beratungen bietet das Unternehmen regelmässig auch Events und Schulungen an.


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