Meta verstösst gemäss EU-Kommission gegen DMA
Quelle: Depositphotos

Meta verstösst gemäss EU-Kommission gegen DMA

Nach einer Untersuchung befindet die EU-Kommission, dass Metas Modell "Bezahlen oder Zustimmen" nicht dem DMA entspricht. Die Feststellungen der Wettbewerbshüter wurden nun dem Tech-Konzern übermittelt, der schriftlich dazu Stellung nehmen muss.
2. Juli 2024

     

Die EU-Kommission kommt nach einer Untersuchung zum Schluss, dass Meta mit dem Bezahl- oder Zustimmungs-Werbemodell gegen den Digital Markets Act (DMA) verstösst, wie in einer Mitteilung kommuniziert wird. Die Behörde ist der Ansicht, dass der Tech-Konzern seine User somit quasi zwingt, der Verarbeitung der persönlichen Daten zuzustimmen. Ferner kritisiert die Kommission, dass Meta keine kostenfreie Option mit wenig bis gar keiner Verarbeitung von personenbezogenen Daten anbietet, welcher vergleichbar mit dem Standardmodell mit der Datenverarbeitung ist. Die Kommission kommt zum Schluss, dass der sogenannte Gatekeeper es seinen Nutzern nicht erlaubt, ihr Recht auf freie Zustimmung zur Verarbeitung von personenbezogenen Daten auszuüben.


Meta wird nun mit den Beschlüssen, dass das Unternehmen gegen das Datenschutzgesetz verstösst, konfrontiert und bekommt die Möglichkeit, seine Verteidigungsrechte wahrzunehmen, indem das Unternehmen die Unterlagen in der Untersuchungsakte der Kommission prüft und schriftlich auf die Feststellungen der Kommission antwortet. Letztere wird ihre Untersuchung innerhalb von 12 Monaten nach der Eröffnung des Verfahrens am 25. März 2024 abschliessen. (dok)


Weitere Artikel zum Thema

Meta: Auch in der Schweiz keine Userdaten für KI-Training

24. Juni 2024 - Wie in der EU und im EWR, so in der Schweiz: Meta verzichtet laut dem Eidgenössischen Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragten auch hierzulande darauf, Userdaten fürs KI-Training zu nutzen.

EU leitet Verfahren gegen Meta wegen Suchtpotenzial ein

16. Mai 2024 - Die EU-Kommission befürchtet, dass die sozialen Netzwerke von Meta süchtig machende Algorithmen einsetzen. Dies würde im Widerspruch zum Jugendschutz stehen, weshalb die EU nun Ermittlungen eingeleitet hat.

Meta erneut mit juristischem Gegenwind

8. Februar 2024 - Meta hat deutsche User nach Ansicht des Düsseldorfer Oberlandgerichts nur unzureichend über den kostenpflichtigen Bestellprozess aufgeklärt. Weiteres Ungemach betreffend den Abopreisen drohnt eventuell aus Österreich.


Artikel kommentieren
Kommentare werden vor der Freischaltung durch die Redaktion geprüft.

Anti-Spam-Frage: Aus welcher Stadt stammten die Bremer Stadtmusikanten?
GOLD SPONSOREN
SPONSOREN & PARTNER