Swissness für die Ohren
Quelle: Andi be Free

Swissness für die Ohren

Für knapp 200 Franken bietet Andi be Free einen in der Schweiz entwickelten sowie designten, kabellosen Overear-Kopfhörer mit einer superlangen Akkulaufzeit an. Wir haben getestet, was das Gerät sonst noch zu bieten hat.
10. Juni 2023

     

Nach der Entwicklung und dem erfolgreichen Verkauf von Wire­less-Chargern für iPhones und Co. bietet das junge Schweizer Unternehmen Tecflower unter der Marke Andi be Free mit dem Concert1 seit ein paar Monaten neu auch einen ersten, hierzulande entwickelten, kabellosen Overear-Kopfhörer an. Während dieser zu Beginn noch für 299 Franken über den Ladentisch ging, wurde der Preis inzwischen dauerhaft auf 199 Franken gesenkt. Dafür erhält man laut Hersteller eine super Akku­laufzeit, einen hohen Tragekomfort, ein gutes Noise Cancelling sowie Sound- qualität auf hohem Niveau. Ein Schnäppchen also? Wir haben das Produkt, das sich insbesondere an Pendler richtet, unter die Lupe genommen.


Bequem zu tragen

Was einem am Concert1 direkt auffällt, ist das Logo auf der Aussenseite der dreh- und einklappbaren Ohrmuscheln, das doch stark an dasjenige der Beats-Kopfhörer von Apple erinnert. Ein Zufall? Wohl kaum. Sofort stellt man auch fest, dass die Qualität und Verarbeitung der individuell in ihrer Grösse verstellbaren, in Schwarz erhältlichen Bluetooth-Kopfhörer stimmt. Einzig die kleinen, silbernen Bedienknöpfe wirken etwas billig, erfüllen aber ihren Zweck. Witzig sind die Begrüssung sowie Verabschiedung des Gerätes. Beim Ein- und Ausschalten ertönt nämlich kurz ein «Grüezi» beziehungsweise «Adieu», womit der Hersteller die Swissness seines Produktes unterstreicht.

Bis dahin also alles im grünen Bereich. Wie steht es nun aber um die verschiedenen, vom Hersteller angepriesenen Highlights? Beim Tragekomfort können wir einen Haken machen. Die Kopfhörer sind tatsächlich sehr bequem und angenehm zu tragen. Einziger Minuspunkt: Je nach Grösse der Ohren könnten die Ohrpolster etwas zu klein bemessen sein.


Was die Akkulaufzeit betrifft, gibt es überhaupt nichts zu bemängeln. Hier konnte das Unternehmen seine Expertise aus dem Ladebereich voll einbringen. Bis zu 60 Stunden sollen es bei aktiviertem Noice-Cancelling sein und sogar 80 Stunden ohne, wie man der Bedienungsanleitung entnehmen kann. Das ist doppelt bis drei- oder gar viermal so viel wie bei Geräten der Konkurrenz und so lange, dass wir das in unserem Test gar nicht wirklich nachprüfen konnten. Nur so viel: Nach ein paar Stunden Musikhören hat sich die Akkuanzeige, die man bequem auf dem iPhone ablesen kann, kaum verändert. Der Akku des Concert1 dürfte also auch bei intensiver Nutzung eine ganze Weile durchhalten, bevor er per USB-C wieder geladen wird.


Basslastiger Sound

Die Soundqualität kann mit der hervorragenden Akkulaufzeit und dem hohen Tragekomfort leider nicht mithalten. Was nicht heisst, dass sie schlecht ist. Der Klang ist einfach sehr basslastig und damit nichts für alle Ohren – also eher etwas für Scooter- denn für Ed-Sheeran-Fans. Leider lässt sich das auch nicht anpassen, Einstellungsmöglichkeiten für Höhen oder Tiefen gibt es nicht. Das Noise Cancelling, also die aktive Geräusch­unterdrückung (ANC), kann man derweil getrost ausgeschaltet lassen. In unserem Test brachte sie nämlich nur einen minimalen Nutzen, ist also nicht wirklich stark, und auch der Transparenzmodus kann noch nicht mit dem anderer Geräte, wie beispielsweise den Airpods Pro, mithalten. Dafür ist die Mikrofonqualität, wenn man den Concert1 auch einmal zum Telefonieren oder Zocken nutzen möchte, ganz in Ordnung. (mv)

Quicktest
Der Concert1 von Andi be Free überzeugt mit einer sehr hohen Akkulaufzeit, gutem Tragekomfort sowie einer soliden Verarbeitung. Zudem bietet der in der Schweiz designte und entwickelte, 199 Franken teure kabellose Kopfhörer einen ordentlichen, jedoch sehr basslastigen Sound. Nicht wirklich zu überzeugen vermochte uns derweil die Noise-Cancelling-Funktion.

Info: Andi be Free

Wertung: 4 von 6 Sternen


Artikel kommentieren
Kommentare werden vor der Freischaltung durch die Redaktion geprüft.

Anti-Spam-Frage: Vor wem mussten die sieben Geisslein aufpassen?
GOLD SPONSOREN
SPONSOREN & PARTNER