'Don't be evil': Google-Mitarbeiter schreiben offenen Brief an ihren Chef
Quelle: Google

"Don't be evil": Google-Mitarbeiter schreiben offenen Brief an ihren Chef

Die Mitarbeiter von Google wenden sich in einem offenen Brief an ihren Chef Sundar Pichai. Sie fordern in fünf Punkten möglichst viel Fairness bei den Massenentlassungen.
21. März 2023

     

Sundar Pichai, CEO der Google-Mutter Alphabet, hat einen offenen Brief seiner Mitarbeiter erhalten, in dem sie ihn dazu auffordern, in Bezug auf die Restrukturierungen ("Swiss IT Magazine" berichtete) verantwortungsvoll zu handeln. Rund 1400 Google-Angestellte haben das Dokument unterschrieben, welches "Business Insider" in voller Länge veröffentlicht hat. Die Kernbotschaft des Briefes, der total fünf Forderungen umfasst: "Don't be evil" – eine Anspielung auf das lange bestehende Motto, welches sich Google selbst gab.


Die Forderungen drehen sich allesamt um eine humanere Ausgestaltung der Massenentlassungen. Der erste Punkt ist die Forderung nach einem Einstellungsstopp während den Kündigungen und die Bitte, bei den Angestellten nach Möglichkeiten zu suchen, wie diese etwa ihre Arbeitszeit zugunsten weniger Entlassungen freiwillig verkürzen könnten. Weiter wird bei Neueinstellungen die Priorisierung von zuvor gekündigten Angestellten gefordert. Im dritten Punkt geht es um die Rücksichtnahme von Angestellten aus Ländern mit humanitären Krisen – beispielsweise sollen ukrainische oder russische Angestellte durch eine Kündigung nicht plötzlich dazu gezwungen werden, in ihr unsicheres Heimatland zurückkehren zu müssen.
Viertens fordern die Google-Angestellten die Rücksichtnahme auf geplante Abwesenheiten wie Elternurlaube oder Trauerfälle. Während diesen solle Angestellten kategorisch nicht gekündigt werden dürfen. Und als letzte Forderung wird auf die Einhaltung von Fairness bezüglich Geschlechtes, Ethnie, Alter und weiteren Faktoren gepocht.

Im Schlussabsatz fordern die Google-Mitarbeiter schliesslich, dass diese fünf Regeln von Alphabet verpflichtend eingehalten werden sollen. Und eben, dass man sich an den eigenen Code of Conduct halten solle: Don't be evil. (win)


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