Test Center – Logitech Logi Dock

1 + 1 + 1 = 499

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(Quelle: Logitech)
5. November 2022 - Das Logi Dock vereint Speaker, Docking Station und Konferenzlösung. Aber ist der gewagte Mix dieser drei Elemente tatsächlich 499 Franken wert?
Artikel erschienen in IT Magazine 2022/11
Als Logitech das Logi Dock angekündigt hat, war unsere erste Reaktion: «Das ist ein glorifizierter Lautsprecher für 500 Franken, oder? Braucht man das?» Nun, wir sind nach ein paar Wochen Einsatz im Home Office zwar nicht zwingend anderer Meinung – das Logi Dock ist tatsächlich ein recht teurer Desktop-Lautsprecher – aber es ist eben auch deutlich mehr. Und wir sind zur Überzeugung geraten, dass es durchaus seine Berechtigung hat. Aber eins nach dem anderen.

Beworben wird das gute Stück vom Hersteller als «Home-Office-Superheld». Tatsächlich deckt das Logi Dock drei unterschiedliche Funktionen ab. Erstens ist das Dock wie gesagt ein Lautsprecher, was nicht zuletzt für das Erscheinungsbild und die Masse (8,5 x 16 x 13,1 cm, knapp 1 kg) gilt. Zweitens ist es, wie der Name schon sagt, eine Docking-Station. Es soll damit Kabelsalat vom Schreibtisch verbannen und das vollständige Anschliessen und Demontieren eines Laptops am Büro-Setup mit einem Handgriff erlauben. Und drittens ist das Gerät eine kompakte Konferenzlösung mit Mikrofonen und Noise-Cancelling-Fähigkeiten, mit denen Calls über den Rechner abgehalten und dank zusätzlicher Funktionalität einfacher gemacht werden sollen.

Relevant ist hierbei, dass zwei dieser drei Funktionalitäten – der Lautsprecher und die Konferenzlösung – ganz klar so gestaltet sind, dass es kaum weitere Leute im gleichen Raum verträgt. Das Logi Dock ergibt daher wirklich nur in Einzelbüros Sinn. Da sich das heute kaum noch ein Unternehmen für seine Mitarbeitenden leistet, reden wir also ehrlicherweise nur vom Einsatz im Home Office oder in Kleinstunternehmen. Wer sich Logi Docks im Grossraumbüro installieren möchte, sollte sich dabei sinnvollerweise auf isolierte Telefon- und Meeting-Boxen beschränken.

Sinnvoll pragmatisch

Wie die meisten Hersteller schafft es auch Logitech nicht, ein Schweiz-spezifisches Packaging zu machen, daher finden wir in der Box neben dem Schweizer Gerätestecker auch einen für den EU-Raum. Unnötiger Elektroschrott im Lieferumfang – schade. Ob die ebenfalls an Logitechs Marketing-Glocke hängende umweltfreundliche Verpackung aus FCS-zertifizierter Zellulose das kompensiert, wagen wir zu bezweifeln. Aber sicher besser als nichts.

Ansonsten kommt der Lieferumfang sinnvoll knapp daher – neben dem Dock findet sich einzig ein USB-C-Kabel und die Stromversorgung in der Verpackung. Letztere kommt zwar mit Netzteil im Backstein-Format (17,5 x 8,5 x 3 cm), dank beidseitig recht langer Kabel lässt sich das aber irgendwie verstecken und stört nicht weiter.

Die Anschlüsse sind in etwa das, was man von einer vernünftigen Docking Station erwartet: Via je einem HDMI- und einem Display-Port-Anschluss lassen sich zwei Screens mit bis zu 4K-Auflösung anschliessen, ein USB-C Upstream Port sorgt für die direkte Verbindung zum Laptop und liefert eine Ladeleistung von bis zu 100 Watt. Weiter gibt es zwei USB-A Ports mit 4,5 und 7,8 Watt sowie drei USB-C Ports, zwei mit 4,5 und einer mit 7,5 Watt Leistung für das Anschliessen von Peripherie und das Aufladen kleiner Gerätschaften. Weiter kommt das Logi Dock mit Bluetooth und lässt sich so als regulären Bluetooth-Lautsprecher nutzen.

Etwas zum Schmunzeln gebracht hat uns das integrierte Kensington-Schloss. Wer das im Home- oder Single-User-Büro braucht, hat wohl andere Probleme als der Rest von uns, da hilft auch das Schloss nicht mehr viel. Für die seltenen Fälle, in denen das Dock aber doch in Telefon-­Booths von Grossraumbüros zum Einsatz kommen wird, könnte es aber vielleicht doch nicht schaden. Sicher ist sicher.
 
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