Test Center – Acer vs. Asus vs. Axxiv

Der grosse Notebook-­Vergleichstest

Acer Travelmate Spin P6, Asus Expertbook B7 Flip, Axxiv Aria I15A21 (v.l.n.r.) (Quelle: Acer, Asus, Axxiv)

Der grosse Notebook-­Vergleichstest

(Quelle: Acer, Asus, Axxiv)
26. März 2022 - Mit dem Travelmate Spin P6 von Acer, dem Expertbook B7 Flip von Asus und dem Aria I15A21 von Axxiv haben wir drei Touchscreen-Business-Notebooks gegeneinander antreten lassen, die mit schnellen 11.-Gen.-Core-CPUs von Intel bestückt sind.
Artikel erschienen in IT Magazine 2022/04
Zwar hat Intel Ende Februar sein komplettes, 28 CPUs umfassendes Line-up der 12. Generation seiner Core-Prozessoren (Alder Lake) vorgestellt. Allerdings dürfte es noch einige Wochen – wenn nicht Monate – dauern, bis eine gewisse Auswahl an Notebooks mit Intel-CPUs der neuesten Generation bei den Händlern bereitsteht. Deshalb ist aktuell nach wie vor Intels 11. Core-Generation das Mass aller Dinge – Grund genug für die Redaktion von «Swiss IT Magazine», drei entsprechende Notebooks mit- respektive gegeneinander auf den Prüfstand zu stellen.

Bei den Geräten, die die Redaktion erreicht haben, handelt es sich um das Travelmate Spin P6 von Acer und das Expertbook B7 Flip von Asus – quasi zwei Brüder im Geiste, beide mit einem bis 360 Grad drehbaren 14-Zoll-Multitouch-Display, das mit Stift bedient werden kann. Zu ihnen gesellt sich das Axxiv Aria I15A21 – ein brandneues Gerät aus Schweizer Produktion von Littlebit Technology, das ebenfalls mit einem Touchscreen bestückt ist, der jedoch «nur» um 180 Grad aufgeklappt werden kann und ausserdem 15,6 Zoll gross ist.

Auch über den Touchscreen und den 11th-Gen-Prozessor hinaus sind sich die drei Testgeräte recht ähnlich. Sie alle kommen mit einer Core-i7-CPU, wobei der 1195G7-Chip im Expertbook B7 Flip mit bis zu 5 GHz taktet, während der 1165G7-Prozessor, der sich in den beiden anderen Notebooks findet, maximal 4,8 GHz leistet. Alle drei Notebooks besitzen 16 GB RAM sowie SSD-Speicher (500 GB bzw. 1 TB), während Intel Iris Xe für die Grafik besorgt ist – entsprechend ausgeglichen müssten eigentlich die Performance-Tests ausfallen. Die jeweiligen Akkus liefern 56 Wh (Acer), 63 Wh (Asus) und 73 Wh (Axxiv) – auch hier warten wir gespannt auf die Tests zur Akkulaufzeit.

Sehr ähnlich auch das Angebot an Anschlüssen. Alle drei Notebooks bieten je zwei Thunderbolt-4-Ports, von denen einer für die Stromversorgung benötigt wird. Alle Geräte bieten auch einen oder zwei USB 3.2 Type-A-Ports sowie einen HDMI-Anschluss. Beim Rechner von Asus findet sich zusätzlich ein Mini-Displayport und ein Micro-HDMI-Adapter. Über letztgenannten Port lässt sich der Rechner mit einem RJ45-Netzwerkanschluss erweitern – der entsprechende Adapter liegt dem Lieferumfang bei. Einen RJ45-Adapter (via USB-C) gibt es auch bei Acer, nicht aber beim Modell von Axxiv – schade. Acers Travelmate Spin P6 bietet ausserdem einen MicroSD-Kartenleser, während das Asus-Modell einen Smartcard-Reader besitzt. Diese beiden Modelle kommen zudem mit der Option, eine 5G-SIM-Karte einzuschieben, um auch unterwegs überall online zu sein.

Als erstes Fazit lässt sich somit ziehen: Was die Anschlüsse angeht, lässt sich keines der Testgeräte lumpen, allerdings bieten sowohl Acer wie auch Asus doch noch einige Optionen mehr – wobei sich insbesondere die RJ45-Adapter oder die 5G-Funktionalität je nach Einsatzgebiet als nützlich erweisen könnten.

Gehäuse und Verarbeitung

Rein optisch tanzt das Axxiv Aria I15A21 aus der Reihe – nicht nur, weil das Display mit einer Diagonalen von 15,6 Zoll deutlich grösser ist als das der Mitstreiter, sondern auch, weil es bezüglich Design und Gehäuse dem Mac-Notebook deutlich näher steht als dem klassischen PC-Laptop. Axxiv hat seinen Rechner in ein silbernes, scharf geschnittenes Alugehäuse verpackt und mit schwarzen Tasten versehen, so wie Apple dies bei seinem Macbook Pro auch tut. Diese Tasten, die in zwei Stufen hintergrundbeleuchtet werden können, bieten ein sehr gutes Schreibgefühl, allerdings mit einem recht festen Druckpunkt – das muss man mögen. Alles in allem haben die Ingenieure von Hersteller Littlebit Technology bei Design und Verarbeitung jedoch ganze Arbeit geleistet. Das gilt insbesondere auch für die Dimensionen des Rechners. Obwohl er deutlich mehr Displayfläche bietet als seine Mitbewerber, ist er dünner als das Gerät von Asus und zumindest im vorderen Bereich auch als dasjenige von Acer. Er bietet auch klar die dünnsten Ränder rund ums Display, die oben rund 8 und seitlich 5 Millimeter messen. Dafür ist er mit 1,68 Kilo etwas schwerer als seine beiden Kontrahenten.

Im Gegensatz zu den Geräten von Acer und Asus kann man das Display des Axxiv-Rechners wie erwähnt nicht bis 360 Grad öffnen, um ihn so als Tablet zu nutzen. Man kann das Axxiv-Display aber 180 Grad flach auf den Tisch legen, wobei der Nutzen davon nicht wirklich klar ersichtlich ist, zumal die Bedienung per Stift nicht möglich ist. Auszusetzen an der Verarbeitung des Aria I15A21 gibt es allerdings nichts, einzig vielleicht bis darauf, dass das Scharnier zwischen Gehäuse und Display etwas leichtgängig ist, so dass das Display weiter aufklappt, wenn man den Rechner etwas rasch anhebt – die Schwerkraft lässt grüssen. Erwähnen muss man auch, dass das Aria I15A21 als einziges Notebook im Testfeld keinen Fingerabdruck-Scanner auf dem Power-Knopf besitzt. Dafür befindet sich an der Vorderkante im Bereich des Touchpads ein LED-Streifen. Gemäss Produktbeschrieb wäre dieser für den Voice Assistant für Alexa und Cortana gedacht, nachdem aber Cortana auf Windows 11 per Default deaktiviert ist, haben wir das LED auch nie zum Leuchten gebracht und finden, dass man dieses auch sinnvoller hätte verwenden können – etwa zur Anzeige des Ladestatus.

Das Travelmate Spin 6 von Acer ist mit gemessenen 1,23 Kilo klar das leichteste Geräte im Testfeld, und es ist ähnlich dünn wie der Rechner von Axxiv. Das Gehäuse aus einer Aluminium-Magnesium-Legierung ist klassisch in Schwarz gehalten. Die Tastatur wird beim Öffnen des Displays leicht angehoben und bietet ebenfalls ein angenehmes Schreibgefühl. Etwas unglücklich finden wir, dass der Power-Button mit integriertem Fingerabdruckleser oben rechts in die Tastatur integriert wurde – dort, wo sich typischerweise der Delete-Knopf findet. So ist es uns nicht selten passiert, dass wir das Gerät in den Stand-by-Modus versetzt anstatt etwas gelöscht haben.

Die Ränder um das Display messen bei Acer oben gut 11 und seitlich zirka 5 Millimeter. Ebendieses Display kann flach an die Rückseite geklappt werden, um das Travelmate Spin P6 im Tablet-Modus zu verwenden. Diesen Tablet-Modus mit Tastatur und Touchpad auf der Rückseite muss man (ganz grundsätzlich) mögen, beim Acer-Gerät funktioniert er zumindest deshalb einigermassen gut, weil der Rechner wie erwähnt recht leicht ist. Elegant gelöst hat Acer zudem das Thema Stift. Dieser ist zwar ziemlich dünn und kommt bezüglich Schreibgefühl nicht mal in die Nähe des Surface Slim Pen 2 für Microsoft-Geräte (der allerdings auch 135 Franken extra kostet), dafür muss man sich keine Gedanken darüber machen, wo man ihn verstaut. Der Acer-Stift kann nämlich seitlich ins Gehäuse gesteckt werden, wo er auch gleich geladen wird und immer dabei ist.

Das Gehäuse des Expertbook B7 Flip von Asus ist ebenfalls aus einer Aluminium-Magnesium-Legierung gefertigt, angeraut und deshalb unempfindlich gegen Fingerabdrücke und in einem Farbton gehalten, den Asus Star Black nennt. Dabei sollen dem Lack feinste Glitzerelemente beigemischt worden sein, die je nach Lichteinfall funkeln. Primär schaut das Gehäuse in leicht bläulich wirkendem Anthrazit ziemlich edel aus. Ungewohnt ist, dass Asus den Powerbutton (der ebenfalls mit integriertem Fingerabdruckleser kommt) nicht im Bereich rund um die Tastatur, sondern auf der rechten Seite angebracht hat. Da würde man sich direkt wünschen, dass man das Notebook auch im geschlossenen Zustand einschalten kann, wenn man mit einem externen Display arbeitet – was leider aber nicht funktioniert. Ebenfalls an der Seite finden sich physische Tasten für die Lautstärke. Eine weitere Besonderheit des Expertbook B7 Flip ist das Nummern-Pad, das auf dem Touchpad eingeblendet werden kann. Dazu drückt man auf das entsprechende Symbol an der rechten oberen Ecke des Touchpads, worauf blau schimmernd die Zahlen 0 bis 9 sowie die wichtigsten Rechenoperationen, ein Zurück- und ein Enter-Knopf eingeblendet werden – sehr praktisch, wenn man im grossen Stil Zahlen eingeben muss. Der Mauszeiger kann dabei übrigens weiterhin via Touchpad gesteuert werden. Die Tastatur gibt wie bei den Mitbewerbern keinen Anlass zur Kritik, die Tastenwege scheinen bei Asus allerdings etwas länger als bei Acer und Axxiv.

Mit seitlich gut 8 Millimetern und oben rund 11 Millimetern messen die Ränder um das Asus-Display doch deutlich mehr als bei der Konkurrenz, und auch der untere Rand ist deutlich höher. Wie beim Gerät von Acer lässt sich die integrierte Kamera mit einer ebenfalls integrierten physischen Blende abdecken – Axxiv bietet das bei seinem Gerät nicht. Beim Öffnen des Displays wird die Tastatur wie bei Acer auch bei Asus leicht angehoben, zudem kann das Display komplett auf die Rückseite geklappt werden, um den Rechner im Tablet-Modus zu nutzen. Spätestens jetzt merkt man, dass das Expertbook B7 Flip doch einiges schwerer, grösser und auch dicker ist als sein Pendant von Acer. Ebenfalls weniger elegant gelöst wurde von Asus die Stift-Thematik. Zwar ist der Stift deutlich dicker als der von Acer und liegt dadurch besser in der Hand, das Schreibgefühl allerdings ist im Vergleich zum Acer-Stift nochmals einen Tick schlechter. Zudem kann der Stift nicht im Gehäuse versorgt und geladen werden, sondern ist mit einer AAAA-Batterie ausgestattet und hält magnetisch an der Seite des Gehäuses, und das mehr schlecht als recht. Positiv anzumerken ist für das Notebook von Asus hingegen, dass es die grösste Fülle an Anschlüssen bietet.
Das Aria I15A21 von Axxiv ist das einzige Gerät im Testfeld mit einem 15,6-Zoll-Display. Etwas verschenkt scheint uns das blaue LED unter dem Touchpad, das für Cortana und Alexa gedacht ist. (Quelle: Axxiv)
Nützliches Feature: Auf dem Asus Expertbook B7 Flip kann man auf dem Touchpad einen Nummernblick einblenden, um so Zahlen deutlich einfacher einzugeben. (Quelle: Asus)
Die beiden Rechner von Acer und von Asus können im Tablet-­Modus genutzt werden und kommen zudem mit einem Stift, dessen Aufbewahrung Acer aber deutlich besser löst. (Quelle: Acer, Asus)

 
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Anti-Spam-Frage Vor wem mussten die sieben Geisslein aufpassen?
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