Structura-X: europäische Cloud-Anbieter starten Initiative für gemeinsame Infrastruktur-Dienste

Structura-X: europäische Cloud-Anbieter starten Initiative für gemeinsame Infrastruktur-Dienste

Structura-X: europäische Cloud-Anbieter starten Initiative für gemeinsame Infrastruktur-Dienste

(Quelle: natali_mis – stock.adobe.com)
21. Februar 2022 - Mit Structura-X haben europäische Cloud-Anbieter eine Initiative lanciert, die gemeinsame Infrastruktur-Dienste zum Ziel hat, die Gaia-X entsprechen.
Europäische Cloud-Anbieter haben eine Initiative für gemeinsame Infrastruktur-Dienste gestartet, die Gaia-X entsprechen. Mit Gaia-X erarbeiten Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik auf internationaler Ebene einen Vorschlag für eine dezentralisierte Dateninfrastruktur. So soll ein offenes, transparentes und sicheres digitales Ökosystem entstehen, in dem Daten und Dienste in einem vertrauensvollen Umfeld zur Verfügung gestellt, gesammelt und gemeinsam genutzt werden können.

Structura-X ergänzt laut einer Mitteilung von T-Systems die bisherigen Leuchtturm-Projekte Catena-X (Automobilsektor), AgriGaia (Agrarsektor) und EuroDat (Finanzsektor). Erste zertifizierte Angebote sollen bis Mitte dieses Jahres fertig sein. In einem ersten Schritt beiteiligen sich 28 Unternehmen und Organisationen an Structura-X. Entstanden ist die Initiative anlässlich des Gaia-X-Summits, das im vergangenen November in Mailand stattgefunden hat. In Abstimmung mit AISBL, der Trägerstiftung von Gaia-X, verständigten sich zunächst sieben europäische Anbieter auf das gemeinsame Ziel: Atos, Aruba.it, Decix, Deutsche Telekom, Engineering, Noovle und TOP-IX.

Max Ahrens, Vorsitzender des Board of Directors von Gaia-X, zeigt sich erfreut über die Initiative: "Wir begrüssen die Initiative der Infrastruktur-Anbieter sehr. Die industrielle Umsetzung der Gaia-X-Standards durch die Cloud- und Infrastruktur-Anbieter ist ein wesentlicher Baustein für eine funktionierende Daten-Souveränität in Europa." Die mittlerweile 28 Mitglieder von Structura-X bieten nicht nur Infrastrukturdienste an. Sie verpflichten sich auch zur Nutzung von (Open-Soure-)Technologie, um die Cloud-Dienste praktikabel zu gestalten. Dazu gehört eine Interoperabilität unter Berücksichtigung von Sicherheit und Datenschutz.
Darüber hinaus soll Structura-X weiter wachsen, weshalb die Gemeinschaft hinter der Initiative weitere Infrastrukturanbieter einlädt, sich ihr anzuschliessen. Gemeinsames Ziel sei es, ihre bestehenden Infrastruktur-Services zu einem Öko-System für europäische Daten-Souveränität zu gestalten. Dadurch soll eine übergreifende europäische Cloud-Infrastruktur entstehen. Nutzer sollen so ihre Dienste und Datenräume in einer Gaia-X-geprüften Infrastruktur testen und einsetzen können. Structura-X wird eng mit Gaia-X AISBL zusammenarbeiten, die unter anderem den technischen Rahmen für Daten-Souveränität definiert. Gleichzeitig soll Structura-X die notwendige Grössenordnung für eine neue sektor- und länderübergreifende Zusammenarbeit in der Cloud ermöglichen. Damit soll letztlich die Fragmentierung des europäischen Cloud-Marktes überwunden werden. (luc)

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