Test Center – Surface Laptop Studio

Bühne frei für das Surface Laptop Studio

Bühne frei für das Surface Laptop Studio

(Quelle: Microsoft)
(Quelle: Microsoft)
10. Februar 2022 - Microsofts neues Surface Laptop Studio besitzt neben den für Convertibles üblichen Laptop- und Tablet-Modi auch einen sogenannten Bühnenmodus. Dafür ist allerdings eine etwas exotische Displaykonstruktion nötig. Wir haben das Konzept getestet.
Artikel erschienen in IT Magazine 2022/03
Typischerweise ist ein Convertible respektive 2-in-1-Notebook so konzipiert, dass es über ein Scharnier verfügt, das es erlaubt, das Display satt an die Rückseite des Rechners zu pappen, um das Gerät so im Tablet-Modus verwenden zu können. Das hat einen unangenehmen Nachteil: Die Tastatur des Notebooks bildet bei diesem Konzept quasi den Tablet-Rücken, was sich nicht nur haptisch merkwürdig anfühlt, sondern auch dann, wenn man das Convertible im Tablet-­Modus auf den Tisch legt. Andere Konzepte sehen vor, dass die Display-Einheit von der Tastatur getrennt werden kann – man spricht hierbei von Detachables. Das Surface Book 3 von Microsoft ist dafür ein besonders ausgeklügeltes Beispiel. Dann und wann finden sich auch noch exotischere Designs, etwa mit Displays, die auf einer Art Kugelscharnier zuerst um 180 Grad geschwenkt und dann auf die Tastatur geklappt werden, Displays, die in einer Art Rahmen rotieren, oder Displays, in deren Mitte sich ein zusätzliches Scharnier befindet, um es in quasi jeder erdenklichen Position zu halten. Ein Notebook mit einem solchen Scharnierkonzept haben wir vor ziemlich genau einem Jahr mit dem Acer ConceptD 3 Ezel an dieser Stelle getestet, und unser aktuellster Testkandidat – das Surface Laptop Studio von Microsoft – erinnert auf den ersten Blick stark an das Acer-Gerät von damals, das wir zwar als beeindruckend, aber überschaubar praktisch beurteilt hatten.
Testkonfiguration
- Intel Core i5-11300H (3,1 / 4,4 GHz) mit Intel-Iris-Xe-Grafik
- 16 GB LPDDR4x RAM
- 512 GB SSD
- 14,4 Zoll Pixelsense-Multitouchdisplay (2400 x 1600 Pixel; 3:2, 120 Hz)
- Akku 58 Wh
- Gewicht 1743 Gramm (gemessen); Dicke 18,94 Millimeter
- Anschlüsse: 2x USB-C (USB 4.0/Thunderbolt), 1x Surface-Connect-Anschluss, 1x 3,5-mm-Kopfhöreranschluss
- WiFi 6 / Bluetooth 5.1
- Frontkamera 1080p, Windows-Hello-Unterstützung
- Zwei Fernfeld-Studiomikrofone, Quad-Omnisonic-Lautsprecher mit Dolby Atmos
- Windows 11 Business

Ein Notebook, drei Modi

Das Display schwebend wie auf diesem Bild zu verwenden, ist nicht möglich, das Stoff-Scharnier in der Mitte des Displays kann dieses nicht in Position halten. (Quelle: Microsoft)
Microsoft bewirbt das Surface Laptop Studio als «mehr als einen gewöhnlichen Laptop». Mit ihm soll man tippen, streamen oder skizzieren können, wobei sich das Gerät je nach Anwendung in verschiedene Modi bringen lässt. Normal aufgeklappt unterscheidet sich das Surface Laptop Studio nicht von jedem anderen Notebook. Doch wie das ConceptD 3 Ezel von Acer (oder das HP Elite Folio mit seinem «Pull-Forward-Design», das wir allerdings noch nie getestet haben) verfügt auch der jüngste Microsoft-Spross über ein zusätzliches Scharnier in der Mitte des Displays. Wobei der Begriff Scharnier im Falle des Microsoft-Geräts ein bisschen hoch gegriffen ist. Vielmehr ist der Display-Rücken hälftig geteilt und wird in dem Bereich lediglich von einem Stück gewebtem Stoff mit eingebetteten Kabeln zusammengehalten. Damit wird es möglich, mit dem Display einerseits die Tastatur abzudecken und es andererseits zwischen Tastatur und Touchpad magnetisch zu arretieren – eine Art Zelt-Modus, Microsoft jedoch spricht vom Bühnen-Modus. Daneben kann der Rücken komplett zusammengeklappt werden, um das Display dann flach auf Tastatur und Touchpad zu legen und den Rechner als Tablet zu benutzen. Im Gegensatz zum aufwändiger konstruierten Acer-Gerät, das wir vor Jahresfrist testeten, ist es jedoch nicht möglich, das Display über der Tastatur schweben zu lassen, eben weil es sich bei der mittigen Trennung des Microsoft-Display wie gesagt nicht um ein Scharnier handelt, das es schaffen würde, das Display in Position zu halten.
 
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Kommentare

Mittwoch, 9. März 2022 F. Rudolf
Danke für den sehr wertvollen Hinweis auf Seite 2: "Als weitere Schwäche des Surface Laptop Studio haben wir zudem das Öffnen des Displays in den Laptop-Modus ausgemacht. Typischerweise geschieht dieses Öffnen ja durch Hochziehen des oberen Display-Rands. Dabei ist es uns aber viel zu oft passiert, dass wir das Display ungewollt in der Mitte knickten und die Display-Unterseite etwas unsanft über die Tastatur zogen." Das ist die Bestätigung für meine Gedanken über dieses aus meiner Sicht unausgereifte Scharnier und lässt mich bei meinem Surface Book 3 bleiben. Andere Testberichte gehen genau auf dieses Problem nicht ein obwohl die Tester mit Sicherheit gleiche Erfahrungen machten. MfG

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