Die neue Realität ist virtuell

Die Spiele-Engine Godot ist Open Source und ermöglicht die Umsetzung von Augmented- und Virtual-Reality-­Projekten. (Quelle: Bitforge)

Die neue Realität ist virtuell

(Quelle: Bitforge)
29. Januar 2022 - Vor einigen Jahren noch witzige Spielerei, haben sich Augmented- und Virtual-Reality-­Anwendungen mittlerweile einen fixen Platz in unserem Alltag gesichert – Tendenz steigend. Für Unternehmen bietet die Technologie zahlreiche spannende Möglichkeiten.
Artikel erschienen in IT Magazine 2022/01
Augmented Reality (AR) und Virtual Reality (VR) fristeten noch vor wenigen Jahren ein Nischen-Dasein, entweder als Snapchat-Filter oder als lustiger Marketing-Gag von PR-Abteilungen. Doch diese Zeiten sind vorbei und AR wie auch VR haben ihren Weg in den Mainstream gefunden. Spätestens nachdem Mark Zuckerberg sein Metaverse vorgestellt hat, lässt sich mit Sicherheit sagen, dass die Vermischung von Realität und virtueller Welt keine Science Fiction mehr ist. Die Technologie liefert aber weitaus mehr Möglichkeiten als Hundeohren im Snapchat-Filter oder lustige Hintergründe fürs virtuelle Meeting. Für Unternehmen bietet sie vielerlei Vorteile, entweder zur Optimierung interner Prozesse oder für die Kommunikation mit der Kundschaft. Dabei unterscheidet sich VR zwar von AR, doch beides fliesst ineinander. Mit Augmented Reality wird die Realität mit virtuellen Inhalten ergänzt, dafür genügt meist schon ein Smartphone mit Kamerafunktion. Bei Virtual Reality taucht der User in die digitale Welt ein, nimmt also von der realen Umwelt visuell nichts mehr wahr. VR benötigt daher auch komplexeres Equipment. Beide Varianten jedoch haben das Ziel, spezifische Inhalte möglichst immersiv zu visualisieren.

Darf’s noch etwas Realität sein?

Immer öfter erkennen Unternehmen den Wert dieser Möglichkeiten für ihre eigenen Problemstellungen und packen die Gelegenheit beim Schopf, ihre Prozesse oder das Kauferlebnis ihrer Kundschaft zu optimieren. Dazu eignet sich beispielsweise AR-Technologie hervorragend. Shop-Artikel können mit Hilfe der eigenen Handykamera bequem im Raum (oder bei Kleidungsstücken und Brillen auf dem Körper) platziert werden. So erhalten die Käufer sofort einen Eindruck von Grösse, Dimension oder Look des Produkts. Doch mit AR-Shops ist das Potenzial der Technologie längst nicht ausgeschöpft. Auch Daten lassen sich mit Hilfe von AR im Raum darstellen. Selbst ganze Gebäude können so visualisiert werden, wo in Realität vielleicht erst die Baugrube ausgehoben worden ist. Auch für Navigationen ist AR perfekt geeignet, wie das Beispiel am Flughafen Zürich zeigt. Zürich hat den weltweit ersten Flughafen, bei dem Google Maps mit Live View verfügbar ist. Dazu muss der User nur die Kamerafunktion aktivieren und erhält so vor Ort direkt im Kamerabild Navigationsanweisungen. So wird es deutlich einfacher, auch innerhalb von komplexen Gebäuden wie Flughäfen schnell sein Ziel zu finden.

Bei Virtual Reality hingegen liegt der Nutzen in der Visualisierung von komplett virtuellen Inhalten, weshalb sich die Technologie beispielsweise hervorragend für virtuelle Begehungen von Gebäuden oder Wohnungen eignet, wie es diverse Immobilienportale der Schweiz auf ihren Plattformen bereits anbieten. Auch Architekten nutzen vermehrt Virtual Reality, um ihre Projekte zu visualisieren und zu präsentieren. Schulungen und Trainings können in einer Simulation realitätsnaher durchgeführt werden, was ganz neue Möglichkeiten eröffnet. So führen Blaulichtorganisationen Teile ihre Ausbildungen mittlerweile in VR-Simulationen durch.
 
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