5G-Router: Alternative zum Kabelanschluss

Lancoms 5G Router 1900EF-5G (Quelle: Lancom)

5G-Router: Alternative zum Kabelanschluss

(Quelle: Lancom)
6. November 2021 - Noch ist die Anzahl der am Markt erhältlichen 5G-Router überschaubar, doch gerade für Unternehmen können die Geräte und deren Features interessant sein. Wir stellen sechs Modelle für den Einsatz im Consumer- und im Business-Bereich vor.
Artikel erschienen in IT Magazine 2021/11
Während die Telekommunikationsanbieter in der Schweiz fieberhaft daran arbeiten, ihre 5G-Netze auszubauen, haben einzelne Technologiehersteller ihre ersten 5G-fähigen Router auf den Markt gebracht. Noch gibt es nur wenige Modelle, Einsatzszenarien sind aber bereits vorhanden, wie Frank Studerus, CEO von Studerus, erklärt: «Es gibt zwei typische Anwendungsszenarien für 5G-Router. Zum einen als fixer Internet-­Zugang über 5G. An manchen Standorten bietet 5G eine bessere Übertragungsrate als das Fixnetz. Zum anderen ist 5G als Backup für einen Ausfall des primären Internet-Zugangs prädestiniert. Unternehmen haben heute mit Cloud-Diensten und VoIP eine sehr hohe Abhängigkeit vom Internet. 5G bietet eine sehr günstige Ausfallsicherheit und ist unabhängig vom Festnetzanschluss.»

Auch bei Netgear sieht man verschiedene Einsatzszenarien für 5G-Router. «Vor allem seit Corona hat sich Home Office stärker etabliert. Solange ein Laptop und eine Internetverbindung vorhanden sind, kann gearbeitet werden. Home Office heisst nicht mehr nur, von zu Hause aus zu arbeiten, sondern ortsunabhängig – vom Ferienhaus, in der Zweitwohnung, unterwegs im Zug oder bei Freunden. In der Ferienwohnung erwartet man den gleichen Komfort wie zuhause. Dies bezieht sich nicht nur auf das Mobiliar, sondern auch auf das Internet», sagt Michael Schäfer, Country Manager von Netgear Switzerland. Allerdings bestehe nicht immer die Möglichkeit für einen Festnetz­anschluss oder man möchte keinen zusätzlichen Festnetzvertrag abschliessen. «Dafür eignen sich Mobile-Router. Diese können mit einer zusätzlichen SIM-Karte aus dem bereits vorhandenen Mobilvertrag oder mit einem Abschluss eines Datenplans eingesetzt werden, etwa auf Reisen oder beim Camping.»

Und Tarik Erdemir, Vice President Router & VPN-Gateways bei Lancom Systems, fügt an: «5G wurde für die Versorgung von bis zu einer Million Nutzer pro Quadratkilometer konzipiert. Beim Vorgängerstandard LTE waren es noch circa 10’000 Anwender. Der neue Standard punktet gegenüber 4G/LTE also vor allem durch seine bessere Verfügbarkeit, aber auch durch höhere Bandbreiten und niedrigeren Latenzen, sprich Reaktionszeiten.»

Gerade für Unternehmen interessant

Auch im Unternehmensumfeld gewinnen 5G-Router an Relevanz. «Dort, wo keine verlässlichen DSL- oder anderen kabelbasierten Verbindungen zum Breitband-­Internet zur Verfügung stehen, profitieren Organisationen jeder Art mit 5G-Routern sowohl von ultraschnellen und stabilen Internet-Übertragungsraten per Mobilfunk als auch von im Tagesgeschäft notwendigen Diensten. Typische Anwendungsgebiete umfassen Unternehmen mit geografisch verteilten Geschäftsstellen, das Gastgewerbe, die Industrie oder die Viehzucht», sagt Andreas Erhart, Country Manager Schweiz bei AVM. Und laut Tarik Erdemir von Lancom macht die Anschaffung eines 5G-Routers in erster Linie für Unternehmen Sinn, denn sie könnten die vergleichsweise hohen Anschaffungskosten sofort durch höhere Produktivität und damit auch stärkere Wertschöpfung amortisieren.

Für Michael Schäfer von Netgear spielt für mobile Arbeitskräfte auch der Faktor Sicherheit eine wichtige Rolle: «Öffentliche und frei zugängliche WLAN-Netzwerke bergen aufgrund fehlender Sicherheit und Datenschutz Gefahren für den User. Wenn mit vertraulichen Daten gearbeitet wird, seien das sensible Kundendaten oder private Zahlungsinformationen, ist eine sichere Internetverbindung zentral.» Für Unternehmen mit einem grösseren Datenverkehr ist 5G zudem als ­Backup interessant, wie Frank Studerus ausführt: «Wer clever ist, verwendet einen günstigen Internet-Zugang über Festnetz mit einem Best-Effort-Service-Level-­Agreement. Mit einem Mobile-­Backup ist man für den Ausfall gewappnet und erreicht gegenüber einer Standleitung mit besserem SLA eine massive Kosteneinsparung.»
 
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