Schwere Vorwürfe: Facebook-Whistleblowerin zeigt sich und doppelt nach
Quelle: 60 Minutes

Schwere Vorwürfe: Facebook-Whistleblowerin zeigt sich und doppelt nach

Die Facebook-Whistleblowerin, deren Informationen bereits für viel Aufsehen gesorgt haben, doppelt nach: Im TV-Interview gibt sie sich zu erkennen und bekräftigt den Vorwurf an Facebook, dass dort Profit klar über dem Schutz der Nutzerschaft steht.
4. Oktober 2021

     

Im September 2021 veröffentlichte "Wall Street Journal" eine Recherche (Paywall) basierend auf Aussagen einer anonymen Whistleblowerin, die dem Konzern schwerwiegende Vorwürfe bezüglich des Schutzes seiner Nutzer machte. Nun hat sich die Facebook-Whistleblowerin Frances Haugen, ehemalige Product Managerin in der Civic Integrity Group von Facebook, öffentlich zu erkennen gegeben und im TV-Interviewformat "60 Minutes" weitere schwerwiegende Vorwürfe gegen den Social-Media-Giganten erhoben (siehe Video unten).

Facebook bezahle den Preis für Profit mit der Sicherheit der Nutzer und tue dies völlig bewusst, so Haugen. Man sei sich bei Facebook intern bewusst, dass der Empfehlungsalgorithmus der Plattform Hate Speech und Fehlinformationen klar fördert, so die Informantin weiter. Auch zieht sie den Vergleich mit ihren vorherigen Arbeitgebern Google und Pinterest: Bei Facebook sei das Fehlverhalten aufgrund von Profitgier "wesentlich schlimmer" gewesen. Der Konflikt entstehe, wenn etwas besser für die Gesellschaft wäre, es dabei aber finanzielle Einbussen für den Konzern gibt. Bei Facebook würde hier wiederholt der Profit priorisiert, so die Whistleblowerin.


Der Empfehlungsalgorithmus von Facebook steht schon seit geraumer Zeit im Verdacht, Inhalte mit Fehlinformationen und aufwiegelnden Tendenzen einen fruchtbaren Boden und grosse Verbreitung zu geben, Facebook dementierte die Vorwürfe in der Regel klar. (win)



Weitere Artikel zum Thema

Facebook verstärkt seine Basis in Zürich

30. September 2021 - Der Facebook-Standort Zürich wird ausgebaut. Neu werden am Uetliberg 350 statt der geplanten 200 Mitarbeitenden arbeiten. Der Grund: Mark Zuckerberg und Co. arbeiten an einer neuen VR-Brille.

Facebook pausiert Instagram für Kinder

27. September 2021 - Aufgrund harscher Kritik pausiert Facebook die Weiterentwicklung von Instagram for Kids. Facebook will aber nach wie vor am Konzept festhalten und wehrt sich gegen die Vorwürfe.

Neue Nutzungsbedingungen von Whatsapp nun doch nicht obligatorisch

30. August 2021 - Die neuen Datenschutzbestimmungen von Whatsapp, die im Frühjahr 2021 zu lautem Protest gegen das Mutterhaus Facebook geführt hatte, müssen künftig doch nicht mehr angenommen werden. Zumindest nicht kompromisslos.


Artikel kommentieren
Kommentare werden vor der Freischaltung durch die Redaktion geprüft.

Anti-Spam-Frage: Aus welcher Stadt stammten die Bremer Stadtmusikanten?
GOLD SPONSOREN
SPONSOREN & PARTNER