Home Office erhöht Pendelbereitschaft

Home Office erhöht Pendelbereitschaft

(Quelle: SBB)
1. Juli 2021 - Wer regelmässig im Home Office arbeiten kann, ist an den übrigen Tagen bereit, eine längere Pendelstrecke auf sich zu nehmen, so eine Studie. Dies sei eine Chance für Unternehmen, meint Xing.
Xing Schweiz hat beim Markt- und Meinungsforschungsunternehmen Marketagent.com eine Studie in Auftrag gegeben, in deren Rahmen 500 berufstätige Personen in der Deutschschweiz zum Thema flexibles Arbeiten und Arbeitsort befragt wurden. Eines der wichtigsten Resultate dieser Studie: Home Office könnte sich für Unternehmen abseits der Ballungszentren als Chance erweisen – denn: Besteht die Möglichkeit für regelmässiges Arbeiten zuhause, so würde über die Hälfte der Befragten (52 Prozent) an den restlichen Arbeitstagen im Gegenzug einen längeren Arbeitsweg in Kauf nehmen. Nur 13 Prozent würden einen solchen Kompromiss grundsätzlich ausschlagen, während gut ein Drittel bezüglich dieser Frage noch unschlüssig ist. Robert Bertschinger, Geschäftsführer von Xing in der Schweiz, meint hierzu: "Mit der Möglichkeit, einen Teil der Arbeit aus dem Home Office zu erledigen, eröffnen sich Arbeitnehmenden neue berufliche Perspektiven. Weiter entfernte Jobs werden jetzt zur Option, ohne dass dafür der Wohnort gewechselt werden muss. Gleichzeitig vergrössern Unternehmen dank mehr Flexibilität ihr Einzugsgebiet für die Rekrutierung neuer Mitarbeitender und verschaffen sich damit Zugang zu einem grösseren Kandidatenpool."

Und dieses Vergrössern des Einzugsgebiets könnte für Unternehmen durchaus interessant sein, denn das Gros der Befragten (54%; 25% unschlüssig) ist nicht bereit, für einen neuen Job den Wohnort zu wechseln. Nur rund jeder Fünfte zeigt sich zu diesem Schritt bereit, wobei die Umzugsbereitschaft bei Männern mit 26 Prozent höher ist als bei Frauen (16%). Für ein Drittel (31 Prozent) der Befragten darf der nächste Job nicht mehr als 10 Kilometer vom aktuellen Wohnort entfernt sein. Weitere 41 Prozent würden eine Pendeldistanz von maximal 20 Kilometer in Kauf nehmen. Eine weiter entfernte Arbeitsstelle kommt für die wenigsten in Frage. Dies zeige, dass das Berufsleben trotz globaler Vernetzung und Internationalisierung für die allermeisten eine lokale Angelegenheit bleibe. Mit ein Grund für die fehlende Bereitschaft, den Wohnort zu wechseln, sei unter anderem die Angst davor, sich sozial zu isolieren (29%). (mw)

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