Start-up: Die Revolution des Linux-Kernels

Start-up: Die Revolution des Linux-Kernels

(Quelle: Isovalent)
5. Juni 2021 - Isovalent ist ein Start-up mit Schweizer Wurzeln, das nach amerikanischem Vorbild global denkt und mit seinem Produkt die Container-Welt auf den Kopf stellen will.
Artikel erschienen in IT Magazine 2021/06
In Zürich befindet sich eine der beiden Niederlassungen von Isovalent, einem schweizerisch-amerikanischen Start-up, das sich mit komplexer Open-Source-Technologie im Cloud-­Native-Bereich derzeit weltweit einen Namen macht und bereits mehrere erfolgreiche und grosse Finanzierungsrunden hinter sich bringen konnte. Der zweite Standort – wie könnte es anders sein – liegt im Silicon Valley. Unter den Investoren befinden sich grosse Namen wie Andreessen Horowitz, Google Cloud und Cisco und das Steckenpferd von Isovalent – eine Lösung für Netzwerksicherheit und -visibilität in Cloud-Umgebungen namens Cilium – wird von Google Cloud bereits als Standardlösung für Cloud-Netzwerke eingesetzt. Bei Isovalent geht es also steil nach oben.

Co-Gründer Thomas Graf, die schweizerische Hälfte des Isovalent-Gründerteams erklärt, wie es das Open-Source-­Projekt zur heutigen Grösse schaffte und wie die dem Produkt zugrunde liegende Technologie in greifbarer Zukunft dem Linux-Kernel einen gehörigen Schub verpassen soll.

Die Basis: Cloud Native

«Wir entwickeln das Open-Source-Projekt Cilium und haben eine Enterprise-Distribution, die Cilium Enterprise heisst. Cilium bietet Netzwerksicherheit und -visibilität für Cloud-Native-Umgebungen und richtet sich damit an Kunden, die in Richtung Cloud Native respektive Containers gehen», so Co-Gründer und CTO Thomas Graf.

Und damit startet er gleich mit der Definition der Begrifflichkeiten: «Bei Cloud Native geht es nicht nur um die Cloud im Sinn von Infrastruktur, sondern primär um Automatisierung. Ein immer grösserer Teil unserer Kunden setzt unsere Produkte auch in traditionellen Rechenzentren ein, um von den Cloud Nativen Vorteilen betreffend Sicherheit, Visibilität, aber auch Entwickleragilität in bestehenden Umgebungen zu profitieren.» Das ergibt Sinn, hat die Erfahrung doch gezeigt, dass ­Hybrid- oder Multicloud-Modelle mit Workloads auf etlichen unterschiedlichen Plattformen öfter der gängigen Unternehmenspraxis entsprechen als Cloud-Instanzen bei einem einzigen Anbieter.

Noch immer zu viele Buzzwords? Die Entstehungsgeschichte, so verspricht Graf, schaffe mehr Klarheit.
 
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