Cannabis Compliance

Cannabis Compliance

1. Mai 2021 - Gerade bewilligte der Bundesrat Pilotversuche zur kontrollierten Ab­gabe von nicht-medizinischem Cannabis. Eine Chance auch für das Compliance-Start-up Vigia.
Artikel erschienen in IT Magazine 2021/05
Die drei Co-Gründer von Vigia: Chief Compliance Officer Elias Galantay, CEO Luc Richner und COO Philipp ­Hagenbach (v.l.n.r.). Aktuell besteht das Team des Start-ups aus sechs Personen.
(Quelle: Vigia)
Die global voranschreitende Legalisierung des ehemals verteufelten Cannabis hat auch in der Schweiz einen neuen Meilenstein passiert. Ab dem 15. Mai 2021 können beim Bundesamt für Gesundheit Gesuche für die Durchführung von Pilotversuchen mit nicht-medizinischem Cannabis eingereicht werden. Fünf Jahre lang darf jetzt auf allen Ebenen getestet werden, wie eine heimische Cannabis-Industrie aussehen könnte – und zwar vom Anbau über die Verarbeitung bis zum Verkauf und Konsum.

«Der Schweizer Ansatz ist im internationalen Vergleich sehr vorausschauend und hat hohes Potenzial, eine ganze Branche in die Legalität zu führen», meint Luc Richner, Mitgründer und CEO des Unternehmens Vigia. Kein Wunder also, dass er sein Compliance-Start-up im Cannabis-Umfeld hier in der Schweiz angesiedelt hat. Cannavigia, so der Name, ist eine Lösung, mit der sich jeder Arbeitsschritt vom Aussäen der Samen bis zum Verkauf an den Konsumenten tracken lässt, und zwar für jede individuelle Pflanze.

Schweizer Cannabis-Industrie

Die Idee kam Richner 2019, als er noch in Bali lebte. «Global war der Umschwung in der Hanf-Industrie nicht mehr zu übersehen. Es fehlte aber noch ein vereinheitlichter Compliance-Standard für Anbau und Produktion.» Deswegen beschlossen Richner und seine Mitgründer, nach umfassenden Recherchen eine Lösung zu entwickeln, die gleich mehrere Standards abbildet und so die verschiedenen Aspekte eines komplexen Produkts unter einen Hut bringt. Konkret sind das GlobalGAP (Good Agricultural Practice) und GMP (Good Manufacturing Practice). Der erste würde für Produkte auf CBD-Basis reichen, der zweite ermöglicht den Umgang mit den kommenden THC-Produkten. «Der Trick war, die richtigen Standards zu wählen und dann auf die Prozesse in der Produktion abzubilden.»

Ende 2019 begann man mit der Arbeit an Cannavigia. Im März 2020 stand ein erster Prototyp bereit. Die Software as a Service besteht aus vier Modulen: Anbau, Verarbeitung, Distribution und Customer Engagement. Diese wurden jeweils in enger Zusammenarbeit mit heimischen Herstellern entwickelt. «Davon gibt es mehr als man denkt, und sie sind im Wesentlichen in der IG-Hanf, dem Verband der Schweizer Hanfbranche, organisiert.»
 
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