Schweizer IT-Entscheider wollen Innovationen und sind unsicher in Bezug auf die Zukunft der Arbeit

Schweizer IT-Entscheider wollen Innovationen und sind unsicher in Bezug auf die Zukunft der Arbeit

(Quelle: Pixabay/Free-Photos)
20. April 2021 - Laut einer Studie sind Schweizer CIOs und IT-Entscheider unsicher, wie die Zukunft der Arbeitswelt aussehen wird. Gleichzeitig streben sie nach einer Optimierung ihrer Budgets und möchten nach einem schwierigen Pandemiejahr die Weichen für Innovationen stellen.
Der Netzwerkhersteller Cisco hat die Studie Accelerating Digital Agility veröffentlicht. Für die Studie wurden 23'000 CIOs und IT-Entscheider aus 34 Ländern nach ihren Prioritäten befragt, darunter 503 aus der Schweiz. Das Fazit lautet, dass sie im letzten Jahr durch die Pandemie herausgefordert wurden, die Digitalisierung voranzutreiben und die Cloud-Fähigkeiten ihrer Organisationen zu erweitern. Gleichzeitig sehen sie sich vor der Herausforderung, ihre Unternehmen vor zunehmenden Sicherheitsgefahren schützen.

In der Schweiz sind 71 Prozent der befragten CIOs und IT-Entscheider unsicher, wie Arbeitsplätze 2021 gestaltet sein werden und was dies für ihr Tagesgeschäft bedeutet. Gleichzeitig sind sich aber auch 74 Prozent sicher, dass Produktivität neu definiert werden wird. Gross geschrieben wird auch das Thema Sicherheit. Fast 90 Prozent der der Befragten streben eine optimale Sicherheit über alle Netzwerke, Geräte, Clouds und Anwendungen bis ins Home Office an. Wichtig sind ihnen auch nahtlose Nutzererlebnisse für digitale Kollaboration, jedoch ohne eine einheitliche Governance zu vernachlässigen, so die Autoren der Studie.

Nach ihren Prioritäten in Bezug auf Technologie-Investitionen für die Jahre 2021 und 2022 antworteten die Befragten wie folgt: Netzwerk-Sicherheit steht mit 55 Prozent an erster Stelle, gefolgt von Multicloud-Infrastrukturen (53%) und Collaboration-Technologien (49%). Danach folgen Cloud-Applikationen (40%) und SASE-Lösungen mit 34 Prozent. SD-WAN (28%) und Next-Generation-Networks (5G, Wi-Fi6) sind mit 21 Prozent hingegen weniger hoch priorisiert als allgemeine Investitionen ins Corporate Network (29%).

Darüber hinaus sind sich 89 Prozent der Befragten in der Schweiz einig, dass konsistente Nutzererfahrungen hinsichtlich Performance von Applikationen und Infrastrukturen wichtig sind. Und fast ebenso viele finden dabei ein einfaches Management, tiefere Netzwerkkosten und -latenz sowie ein rasches Inbetriebnehmen von Anwendungen wichtig. Laut der Studie steht für sie die Sicherheit von der Anwendungs- bis zur Infrastrukturebene im Vordergrund. Dies, um Compliance-Vorgaben einzuhalten – allerdings ohne Geschwindigkeitsverluste für das Business.
Als Motive für den Einsatz von Cloud-Technologie stehen auch in der Schweiz Agilität und Business-Resilienz im Fokus. So geben 86 Prozent der Befragten an, es sei wichtig, verschiedene Umgebungen zur freien Wahl bereitzustellen. 82 Prozent möchten ein konsistentes Betriebsmodell über alle Nutzungsformen realisieren, während 84 Prozent der Ansicht sind, dass sie ihre Kosten dank der Cloud und den damit einhergehenden, flexiblen Modellen besser verwalten können.

Die Mitarbeitenden eines Unternehmens sind ebenfalls ein zentrales Thema. So ist 85 Prozent der Befragten wichtig, neue Talente anzuziehen sowie bestehende halten zu können. Deshalb wollen 49 Prozent der Schweizer CIOs und IT-Entscheider in den nächsten zwölf Monaten in das Upskilling ihrer Belegschaft investieren und neue Talente auf neuen Gebieten entwickeln. Des Weiteren wollen sie in Prozesse mit Automation (48%) und Outsourcing (Managed Services, 42%) investieren sowie ihre IT-Organisation vereinfachen (47%).

"Die Studienergebnisse zeigen, dass die CIOs und IT-Entscheider in der Schweiz mehr als noch im Ausland unsicher sind, wie Unternehmen den Arbeitsplatz der Zukunft gestalten werden", interpretiert Christopher Tighe, Geschäftsführer von Cisco Schweiz, die Resultate der Studie. "Gleichzeitig akzentuiert sich der Trend zu Multicloud-Umgebungen und Software as a Service, wobei für die Mehrheit der IT-Verantwortlichen die Wahlfreiheit erhalten bleiben soll: Sie möchten Services über traditionelle und moderne Umgebungen hinweg konsumieren können – für die grösstmögliche Agilität in diesen Zeiten."

Die komplette Studie kann hier abgerufen werden. (luc)

Neuen Kommentar erfassen

Anti-Spam-Frage Aus welcher Stadt stammten die Bremer Stadtmusikanten?
Antwort
Name
E-Mail
SPONSOREN & PARTNER