Datenschutzaktivist Schrems nimmt Ad-ID von Android ins Visier

Datenschutzaktivist Schrems nimmt Ad-ID von Android ins Visier

(Quelle: Noyb)
8. April 2021 - Google fragt Android-User gemäss einer Beschwerde der Datenschutzorganisation Noyb von Max Schrems (Bild) nicht, ob sie der Einrichtung einer Werbe-ID auf ihren Smartphones zustimmen. Die französische Behörde CNIL soll den Vorwurf untersuchen.
Bisher waren der österreichische Jurist und Datenschützer Max Schrems (Bild) und seine Organisation Noyb für ihr Engagement gegen Privatsphärenverletzungen bei Facebook und den erfolgreichen Kampf gegen das löchrige EU-US-Abkommen Privacy Shield bekannt. Jetzt hat Schrems eine neue Missliebigkeit verortet, und zwar bei der Werbe-ID von Android. Mit einer bei der französischen Datenschutzbehörde CNIL eingereichten Beschwerde klagt er Google an, die Besitzer von Android-Handys ohne Einwilligung zu tracken. Google frage die Anwender nicht ausdrücklich, ob sie der Einrichtung und Speicherung eines Advertising Code zustimmen.

CNIL wird von Noyb aufgefordert, die Tracking-Praktiken von Google zu untersuchen und das Unternehmen zur Einhaltung der Privatsphäre-Regularien zu zwingen. Falls die Behörde Unregelmässigkeiten feststelle, könnten Google Bussen drohen, argumentiert die Organisation. Google hat sich bisher zu dem Vorstoss nicht geäussert. Eine vergleichbare Beschwerde von Noyb gab es im November 2020 gegen Apples Werbe-ID IDFA. Während Apple die Klage als faktisch unwahr bezeichnet, untersuchen aktuell die Datenschutzbehörden von Österreich und Spanien den Vorwurf. (ubi)

Kommentare

Donnerstag, 8. April 2021 Hans Dubler
Richtig so!! Viel zu lange schon konnten sich die ganzen AmiFirmen ungestraft weltweit illegal an Daten bedienen und damit Milliarden scheffeln. Mit freier Marktwirtschaft hat das nichts mehr zu tun, das ist organisierte Kriminalität.

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