Schweizer Städte werden smarter

Schweizer Städte werden smarter

(Quelle: ZHAW)
28. Januar 2021 - Schweizer Städte verfolgen zunehmend eine übergeordnete Strategie bezüglich Smart-City-Aktivitäten. Eine ausgearbeitete Strategie findet sich allerdings erst bei 23 Städten, die an einer Umfrage der ZHAW teilgenommen haben.
Die Smart-City-Aktivitäten in Schweizer Städten nehmen zu, so das jetzt veröffentlichte Fazit der Swiss Smart City Survey der ZHAW, die vom Januar bis April 2020 erstmals durchgeführt wurde mit dem Ziel, den aktuellen Stand der Smart-City-Entwicklung, Trends und entsprechende Umsetzungsaktivitäten in den Schweizer Städten und Gemeinden festzustellen. 84 von 171 angefragten Schweizer Städten haben an der Umfrage mitgemacht, und von diesen 84 Städten schätzt über die Hälfte das Thema Smart City als "wichtig" oder "sehr wichtig" ein. Allerdings: Erst 23 Städte verfügten per Ende 2020 über eine ausgearbeitete Smart-City-Strategie, während bei 7 Städten eine Strategie derzeit in Erarbeitung ist.

Laut ZHAW würden die Städte mit ihren Bestrebungen hinsichtlich Smart City das Ziel verfolgen, dank Digitalisierung, Vernetzung, Partizipation und Effizienz für mehr Lebensqualität sowie Nachhaltigkeit zu sorgen und den Ressourcenverbrauch zu reduzieren. Um die Wichtigkeit unterschiedlicher Aspekte einer Smart City sowie die Entwicklungen über die Zeit besser darstellen zu können, wurde im Rahmen der Umfrage ein Index mit neun Dimensionen entwickelt. "Eine Palette von konkreten Indikatoren hilft den Städten, eine Selbstbeurteilung ihrer Smart-City-Entwicklung vorzunehmen – in den sechs Bereichen des Smart City Wheels, zudem zu Daten, Infrastruktur und Enabler", erklärt die ZHAW die nicht ganz einfach zu durchschauende Logik der Erhebung.

Insgesamt hätten die teilnehmenden Städte 329 bestehende Projekte in all diesen Dimensionen genannt. Den grössten Bereich bildeten dabei die 98 Projekte aus dem Bereich Smart Governance, gefolgt von den 76 Projekten aus dem Bereich Smart Energy and Environment und den 68 Projekten aus dem Bereich Smart Mobility. Ausserdem wurde im Rahmen der Umfrage herausgefunden, dass Smart-City-Projekte überwiegend innerhalb der Verwaltung, von den Energieversorgern oder der Politik angestossen werden und dass sie sich vor allem an anderen Städten im In- und Ausland sowie an Zertifizierungen wie dem Energiestadt-Label orientieren. So schreibt die ZHAW: "Zwei Drittel der Städte bestätigen, sich bei der Definition von Entwicklungs- oder Strategiezielen an anderen Gemeinden zu orientieren. Bei vielen Smart-City-Themen arbeiten Behörden, Wirtschaft und Wissenschaft zusammen. Weitere Unterstützung wünschen sie sich vor allem vom Bund und von den Kantonen." Als Inspirationsquelle lege der interaktive Swiss Smart City Survey deshalb die Factsheets derjenigen Städte offen, die dies erlauben.

Künftig soll die Umfrage alle zwei Jahre durchgeführt werden. (mw)

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