Knapp die Hälfte der User von Cookie-Hinweisen genervt

Knapp die Hälfte der User von Cookie-Hinweisen genervt

(Quelle: SITM)
13. November 2020 - Laut einer Umfrage ist die Zahl der Internetanwender, die sich den Cookie-Hinweisen nerven, in etwa gleich gross wie die, die sie als nützlich erachten.
Wer kennt sie nicht: Die Hinweise von Websites, dass die Privatsphäre wichtig sei. Die Informationen über Datenschutz und Nutzungserlebnis oder einfach die Möglichkeit, der Verwendung von Cookies zuzustimmen oder Einstellungen vorzunehmen respektive sie abzulehnen. Seit Frühling 2018 müssen Websites aufgrund der EU Datenschutz-Grundverordnung solche Hinweise einblenden und sich die Zustimmung des User abholen, dass Cookies verwendet werden.

Allen Internetbenutzern hat man damit aber nicht unbedingt einen Gefallen getan, wie eine Umfrage, die in Deutschland von Bitkom Research bei gut 1000 Personen durchgeführt wurde, zeigt. Laut der Erhebung würden die Cookie-Banner für 46 Prozent der Befragten eine wichtige Information darstellen. Gleichzeitig erklären fast gleich viele User, nämlich 43 Prozent, von den Hinweisen genervt zu sein. Und 32 Prozent finden die Cookie-Banner sogar gänzlich überflüssig und finden, entsprechende Hinweise in der Datenschutzerklärung einer Webseite würden ausreichen. Ebenfalls 43 Prozent der Internet User geben ausserdem an, die Cookie-Banner nicht zu beachten, 26 Prozent haben die Hinweise noch gar nie wahrgenommen und 52 Prozent geben an, Cookies in den eigenen Browser-Einstellungen zu löschen.
Bitcom schreibt angesichts der Umfrageergebnisse: "Bereits jetzt nehmen Nutzer die vielen Hinweise auf Webseiten eher als störend wahr. Die Webseitenbetreiber sind aber verpflichtet, die Webseitenbesucher entsprechend deutlich zu informieren. Transparenz, Auswahlmöglichkeiten und Kontrolle über die Datennutzung sind selbstverständlich wichtig, vor allem, wenn es um Webseiten-Tracking geht. Die derzeitigen Vorgaben führen aber eher dazu, dass die Banner schlicht weggeklickt werden, als dass sich Nutzer tatsächlich mit den Informationen auseinandersetzen. Mit der bevorstehenden ePrivacy-Verordnung wird die Situation auch nicht verbessert. Im Gegenteil: Nutzer werden mit weiteren Hinweisen konfrontiert werden. Hier verpasst die Politik die Chance, neue Wege für Transparenz, Nutzervertrauen und Datennutzung zu finden." (mw)

Kommentare

Samstag, 14. November 2020 Hans Dubler
Richtig wäre standardmässig OPT-IN, in dem alle Cookies, Trackingtools und der ganze sonstige Mist inaktiv wären. Der User sollte explizit seine Genehmigung für irgendwelche Spionage-Tools geben müssen, oder die Seite einfach nicht benutzen und verlassen.

Samstag, 14. November 2020 Dieter Gasser
Wieder eine sinnlose Regelung eines EU-Sesselfurzers. Unterdessen weiss nun wirklich jeder Bescheid sodass diese Hinweise obsolet sind.

Freitag, 13. November 2020
Ich habe keine Lust, mich auf jeder Website, die ich vielleicht nur einmal aufrufe, durch die lange Liste von eingebundenen Diensten durchzuarbeiten um diese auszuschalten. Es nervt ganz gewaltig.

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