Vereinfachte IT-Infrastruktur mit Chromebooks

Vereinfachte IT-Infrastruktur mit Chromebooks

3. Oktober 2020 - Randstad Schweiz hat 2016 seine Endgeräte-Flotte erneuert und Chromebooks angeschafft. ICT Director Daniel Aumer sprach mit «Swiss IT Magazine» über seine Erfahrungen mit den Geräten und dem Google-Ökosystem.
Artikel erschienen in IT Magazine 2020/10
Daniel Aumer, ICT Director, Randstad Schweiz (Quelle: Randstad )
Der Personaldienstleister Randstad ist ein internationaler Konzern mit Sitz in Amsterdam. Er beschäftigt weltweit rund 37'000 interne Mitarbeitende und generiert einen Umsatz von rund 24 Milliarden US-Dollar. In der Schweiz unterhält Randstad 32 eigene Filialen sowie 18 Inhouse-Filialen vor Ort bei den Kunden, die Belegschaft besteht aus rund 320 Mitarbeitenden. Daniel Aumer ist bei Randstad Schweiz in der Rolle als ICT Director für die IT des Unternehmens zuständig.

Bis 2006 hatte Randstad hierzulande das, was Aumer als «eine klassische IT» bezeichnet. Die Mitarbeitenden waren vornehmlich mit Desktop-Rechnern ausgestattet sowie mit einer überschaubaren Anzahl an Notebooks. «Ich erinnere mich noch daran, dass wir damals Notebooks für über 6000 Franken kauften, die mit einer Festplatte und vielleicht 1 Gigabyte Arbeitsspeicher ausgerüstet waren. Als wir dann 2006 die Geräte-Flotte erneuern mussten, entschieden wir uns dafür, auf Thin Clients zu setzen», so Aumer. Die Überlegung dabei war, dass Thin Clients das Gerätemanagement wesentlich erleichtern würden und dadurch auch die Infrastruktur im ganzen Konzern vereinfacht werden könnte.

Eintauchen in das Google-Ökosystem

Erst vor wenigen Jahren, als Multimedia-Inhalte massiv an Bedeutung gewannen, merkte man bei Randstad, dass man mit der Thin-Clients-Strategie und mit Citrix an technologische Grenzen stiess. «Die Systeme waren plötzlich träge, und auch die Mobilität liess zu wünschen übrig. Die IT war einfach nicht mehr State of the Art. Wir haben dann begonnen, Alternativen zu evaluieren, und weil wir vor rund acht Jahren die Google Suite im gesamten Konzern ausgerollt hatten und man bei Randstad in Australien bereits vereinzelt Chromebooks nutzte, haben wir uns auch in der Schweiz mit diesen Geräten auseinandergesetzt», erklärt Daniel Aumer. In der Folge entschied man sich, ab 2016 alle Mitarbeitenden von Randstad Schweiz mit mobilen Geräten und daher mit Chromebooks auszurüsten.

Der Wechsel wurde aber nicht abrupt vollzogen, wie Aumer ausführt: «Es gab zu Beginn noch Übergangslösungen. So hatten wir zunächst noch den Citrix Receiver auf den Chromebooks installiert, weil wir noch ältere Systeme hatten und Applikationen, die auf den Chromebooks nicht liefen. Diese Lösung haben wir aber Ende letzten Jahres abgeschaltet.» Für die IT von Randstad Schweiz war es wichtig, Geräte zu haben, die einerseits portabel sind und andererseits auch Multimedia-tauglich sowie Internet-basiert und einfach zu verwalten. «Ich bringe immer wieder dasselbe Beispiel: Wenn Sie einen PC für einen neuen Nutzer in Betrieb nehmen wollen, dann brauchen Sie dafür eine gewisse Zeit, selbst wenn Sie Images des Betriebssystems zur Hand haben. Bei einem Chromebook benötige ich ab dem Zeitpunkt, in dem ich das Gerät aus der Verpackung nehme, bis ich es in unserer Domäne registriert habe, lediglich rund eineinhalb Minuten», so Aumer.

Und auch für den Nutzer ist das Onboarding denkbar einfach. Wenn er sich zum ersten Mal an einem neuen Chromebook anmeldet, werden alle relevanten Policies geladen. Und Updates werden bei einem Neustart des Chromebooks automatisch aufgespielt, was laut Aumer lediglich rund 30 Sekunden dauert. Ein weiterer Vorteil: Weil alles in der Cloud gehostet wird, kann ein Nutzer irgendein Chromebook des Unternehmens verwenden. Sobald sich also ein Mitarbeiter am Gerät anmeldet, wird immer sein persönliches Profil geladen und er kann sofort damit arbeiten. Betritt er eine Randstad-Filiale, verbindet sich das Chromebook, wenn es in der Domäne registriert ist, automatisch mit dem WLAN, ohne dass eine Authentifizierung nötig wäre.

Der administrative Aufwand reduziere sich dadurch für alle Beteiligten enorm, so der CIO. «Wir können die Updates, die von Google ausgeliefert werden, genauso wie in einer Windows-Umgebung ausgiebig testen, bevor wir sie an die Nutzer ausrollen. Und bei Problemen reagieren die Entwickler von Google umgehend», betont Aumer und fügt an, dass die Erfahrungen mit den Chromebooks bisher so gut waren, dass Randstad die Geräte in rund der Hälfte der 38 Ländergesellschaften bereits eingeführt hat oder noch dabei ist, sie einzuführen.
 
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