Getestet: Samsung Galaxy Z Flip 5G

Die Rückkehr der Klapp-Handys

Die Rückkehr der Klapp-Handys

5. September 2020 -
Artikel erschienen in IT Magazine 2020/09
Samsung hat Mitte August mit einer 5G-Version im Wesentlichen ein Update des Anfang 2020 erschienenen Galaxy Z Flip auf den Markt gebracht. Neben 5G verfügt das neue Modell über einen aktualisierten Chipsatz, bietet zwei frische Farboptionen (Mystic Grau und Mystic Bronze) und eine verbesserte Kamerasoftware. Auch bei der neuen Version des faltbaren Smartphones wird durch das Aufklappen ein 6,7 Zoll grosses AMOLED-Display enthüllt, das durch eine Mixtur aus Glas und Kunststoff geschützt ist, die Samsung als «ultradünnes Glas» bezeichnet. Wie jedoch verschiedene Tests im Internet belegen, ist dieses sogenannte Glas äusserst anfällig für Kratzer. So lassen sich sogar mit dem Fingernagel bleibende Spuren darin kerben, was bei echtem Glas nicht möglich wäre. Zum Schutz findet sich rund um das Display dafür ein leicht erhöhter Rahmen aus Plastik.

Auf der Aussenseite des Falt-Smartphones findet sich ein winziger 1,1-Zoll-Super-AMOLED-Bildschirm, der neben Uhrzeit, Datum und Akku- Ladezustand auch Benachrichtigungen anzeigen kann. Und er kann auch als View­finder für Selfies mit der Hauptkamera benutzt werden, ist aber viel zu klein geraten, um wirklich praktikabel zu sein.

Galaxy Z Flex

Unter der Haube ist das Galaxy Z Flip 5G das erste Modell der Galaxy-Reihe mit einem Qualcomm-Snapdragon-865+-Prozessor mit 5G-Modem. Auch softwareseitig hat Samsung dem Z Flip 5G einige Spezialitäten verpasst, darunter einen Youtube-Flex-Modus, der es ermöglicht, Videos in der oberen Hälfte des Bildschirms anzuzeigen, während man in der unteren Hälfte etwa (Live-)Kommentare lesen kann. Auch nützlich: Das Smartphone kann im halbgeöffneten Zustand platziert werden, wodurch man quasi ein Stativ integriert hat – die Kamera-App passt dabei das Interface automatisch an.

Kameratechnisch ist das Galaxy Z Flip 5G mit einem 12-MP-Weitwinkel- und einem 12-MP-Ultraweitwinkelobjektiv auf der Rückseite sowie einer 10-MP-Selfie-Kamera auf der Innenseite ausgestattet. Damit lassen sich ordentliche Bilder schiessen. Das Kamera-Setup kann zwar nicht mit den neuesten Flaggschiff-Modellen mithalten, für Amateurfotografen dürfte der Unterschied jedoch zu vernachlässigen sein.
Das grösste Kompliment, das man dem Gerät aber machen kann, ist, dass es sich nicht ungewöhnlich anfühlt – ist das Galaxy Z Flip doch auf keinen Fall ein gewöhnliches Smartphone. Denn es lässt einen Formfaktor wiederaufleben, der den Handy-Markt einst dominierte.
 
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